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    Wirtschaft aktuell

    Großbritannien rutscht tiefer in die Schuldenfalle Den Briten droht neuer Ärger mit den Ratingagenturen. Die Gefahr wächst, dass die Bonitätswächter der Insel die Bestnote als internationaler Schuldner aberkennen.

    Großbritannien rutscht tiefer in die Schuldenfalle

    Den Briten droht neuer Ärger mit den Ratingagenturen. Die Gefahr wächst, dass die Bonitätswächter der Insel die Bestnote als internationaler Schuldner aberkennen. Auch den britischen Banken könnten schlechtere Bonitätsnoten drohen, sobald der Staat seine Hilfe für den angeschlagenen Sektor zurückfährt. Zu Beginn der Woche warnte die Ratingagentur Fitch, dass sich die Finanzsituation des Königreichs „ziemlich deutlich“ verschlechtert habe. Auch die anderen großen Ratingagenturen haben den Briten bereits damit gedroht, ihre Bonitätsnote von „AAA“ zu entziehen, falls die nächste Regierung nach den im Frühjahr anstehenden Parlamentswahlen kein drastisches Sparprogramm auflege. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet, dass Großbritannien 2010 mit einer Neuverschuldung von 13 Prozent der Wirtschaftsleistung das tiefste Finanzloch aller großen Industrieländer aufweisen wird.

    Der DAX legt eine Verschnaufpause ein

    Nach der Mini-Rallye der vergangenen Handelstage legt der Deutsche Aktienindex (Dax) zu Wochenbeginn erst einmal eine Verschnaufpause ein. Ganz so schnell soll es dann offenbar doch nicht nach oben gehen. Nach den kräftigen Kursgewinnen der vergangenen Börsentage, bei denen der Dax zeitweise die 5 900 Punkte-Marke ankratzte, ließen es die Anleger wieder ruhiger angehen. Zudem gab es zuletzt kaum positive Nachrichten. Im Gegenteil: Die Unternehmenszahlen der vergangenen Tage waren eher durchwachsen. Vor allem der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS enttäuschte durch Vorlage von schwachen Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres.

    Euro pendelt sich unter 1,36 US-Dollar ein

    Der Euro hat sich nach einer zeitweisen Erholung wieder unter der Marke von 1,36 US-Dollar eingependelt. Das Thema Griechenland belastet den Euro weiterhin. Nach wie vor ist sehr viel Unsicherheit über die Ausgestaltung der Rettungspakete für die hochverschuldeten Länder wie Griechenland oder Portugal im Markt, so Marktbeobachter. Derzeit beherrscht die Idee eines Europäischen Währungsfonds das Geschehen an den Märkten. Während Politiker sich eher aufgeschlossen gegenüber dieser Idee zeigen, stößt das Vorhaben bei Notenbankern eher auf Kritik.