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    Wirtschaft aktuell

    Konjunkturindikatoren hellen Stimmung etwas auf Das Geschäftsklima in der gewerblichen Wirtschaft Deutschlands hat sich im Januar unerwartet aufgehellt.

    Konjunkturindikatoren hellen Stimmung etwas auf

    Das Geschäftsklima in der gewerblichen Wirtschaft Deutschlands hat sich im Januar unerwartet aufgehellt. Wie das Münchener ifo Institut für Wirtschaftsforschung Ende Januar mitteilte, stieg der von ihm berechnete Geschäftsklimaindex auf 83,0 Punkte, nachdem er im Vormonat noch bei 82,7 notiert hatte. Nach sieben Rückgängen in Folge ist der Index damit erstmals seit Mai 2008 wieder gestiegen. Auch der finanzmarktnahe ZEW-Klimaindikator weist, wenn auch auf niedrigem Niveau, bereits den dritten Anstieg auf.

    Aktienmärkte im Januar schwach

    Der erste Jahresmonat 2009 hat aufgrund von schlechten Konjunkturdaten und einer bisher weitgehend miserablen Berichtssaison enttäuscht. Der Dax verlor rund 470 Punkte oder knapp 10%, der amerikanische S&P 500 Index schnitt mit einem Minus von ca. 80 Punkten bzw. 8,6% nicht viel besser ab. Spekulationen auf weitere Bankenrettungen und Staatsgarantien in Europa und den Vereinigten Staaten besserten aber in den letzten Tagen die Stimmung. Wie bedrohlich die Finanzkrise noch immer schwelt, zeigen die 25 Insolvenzmeldungen amerikanischer Banken allein im Januar. Dabei handelte es sich jedoch in der Regel um kleinere, regional begrenzte Institute.

    Europäische Zentralbank lässt Leitzins bei 2%

    Der EZB-Rat ließ am vergangenen Donnerstag die Leitzinsen unverändert bei 2%. Gründe dafür sind vor allem die im Januar weiter gefallene Inflation aufgrund des rückläufigen Ölpreises und die anhaltende Konjunkturschwäche im Euroraum. Die Jahresrate der Inflation lag im Januar bei 1,1% und somit unter, aber nahe dem Ziel der EZB von 2%.

    Goldpreis legt wieder kräftig zu

    Der Goldpreis steigt seit Mitte Januar wieder recht kräftig an. Dabei ist bemerkenswert, dass der jüngste Preisanstieg nach Ansicht von Händlern weitgehend unabhängig von den Wechselkursveränderungen des amerikanischen Dollars stattfand. Gold habe sich in allen Währungen verteuert. Das bedeutet, Anleger aller Klassen betrachten Gold als sicherste Währung. Aktuell tendiert der Goldpreis für eine Feinunze um die 900 USD.