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    Wirtschaft aktuell

    Weltbank und IWF senken globale Wachstumsprognose Die Weltbank hat ihre Prognose für das globale Wirtschaftswachstum im Jahr 2009 kräftig gesenkt. Die Organisation warnte davor, dass die Finanzkrise die weltweite Konjunktur viel stärker bremsen werde als bisher angenommen.

    Weltbank und IWF senken globale Wachstumsprognose

    Die Weltbank hat ihre Prognose für das globale Wirtschaftswachstum im Jahr 2009 kräftig gesenkt. Die Organisation warnte davor, dass die Finanzkrise die weltweite Konjunktur viel stärker bremsen werde als bisher angenommen. Die Weltbank erwartet für 2009 nur noch ein globales Wachstum von einem Prozent, zuvor war die Weltbank noch von einem Wachstum von drei Prozent ausgegangen. Im Jahr 2008 dürfte die Weltwirtschaft um 2, 6 Prozent wachsen. Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Prognose für das Wachstum der Weltwirtschaft erneut gesenkt. Im kommenden Jahr rechnet der IWF nur noch mit einem Zuwachs um 2, 2 Prozent.

    Weltrezession droht, Zinsen fallen

    Aufgrund der drohenden Wachstumsabschwächung der Weltwirtschaft, haben die großen Notenbanken mit zum Teil erheblichen Zinssenkungen reagiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihren Leitzins zum zweiten Mal innerhalb eines Monats um 50 Basispunkte auf 3, 25 Prozent gesenkt. Die Bank of England senkte den Leitzins sogar um 1, 5 Prozent auf nun drei Prozent. Die Bank von Japan hat den Leitzins von 0, 5 Prozent auf 0, 3 Prozent gesenkt, und die US-Notenbank senkte den Leitzins um 0, 5 auf 1, 0 Prozent.

    Weltweite Konjunkturprogramme

    Weltweit werden zurzeit Maßnahmen zur Konjunkturunterstützung geplant. So möchte die Bundesregierung in den nächsten Tagen ein milliardenschweres Konjunkturpaket beschließen. Das Programm wird insgesamt 16 einzelne Instrumente beinhalten. Dazu gehören u.a. die zeitlich befristete Befreiung von der Kfz-Steuer beim Kauf eines Neuwagens, höhere Abschreibungssätze für betriebliche Investitionen und mehr Abschreibungsmöglichkeiten für Handwerkerarbeiten. Der designierte US-Präsident Barack Obama plant so schnell wie möglich nach dem Konjunkturprogramm im Frühjahr dieses Jahres ein zweites staatliches Anreizpaket zur Ankurbelung der Konjunktur in die Wege zu leiten.

    Auch die chinesische Regierung hat zur Stärkung der Wirtschaft ein riesiges Konjunkturpaket angekündigt. Mit einem 460 Milliarden Euro schweren Programm soll die Binnenkonjunktur gestärkt werden, um zurückgehende Exporte auszugleichen.