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    Wirtschaft aktuell

    Zwischenerholung an den Aktienmärkten ist zunächst beendet Der amerikanische Aktienmarkt, gemessen am Dow-Jones-Index für Industriewerte, hat in der vergangenen Woche mit knapp vier Prozent oder 507 Punkten den größten Wochenverlust seit Februar dieses Jahres hinnehmen müssen und steht

    Zwischenerholung an den Aktienmärkten ist zunächst beendet

    Der amerikanische Aktienmarkt, gemessen am Dow-Jones-Index für Industriewerte, hat in der vergangenen Woche mit knapp vier Prozent oder 507 Punkten den größten Wochenverlust seit Februar dieses Jahres hinnehmen müssen und steht zurzeit bei 12 594 Punkten. Charttechnisch orientierte Analysten sehen zunächst einmal eine Beendigung des kurzfristigen Aufwärtstrends der letzten Wochen. Sie begründen dies im Wesentlichen mit einem Mangel an seriöser, langfristig ausgerichteter Kaufbereitschaft. Zudem sahen sich insbesondere auch Hedge-Fonds-Gesellschaften in der zurückliegenden Aufschwungphase offenkundig nicht gezwungen, ihre extrem hohen Leerkaufpositionen einzudecken. So wird weiterhin befürchtet, dass die Gefahren eines Rückganges für die Aktienmärkte wüchsen, je mehr sich der Ölpreis verteuern würde. Auch der Deutsche Aktienindex (DAX) verlor im Wochenverlauf knapp drei Prozent und befindet sich zurzeit bei der Marke von 7 064 Punkten.

    Angst vor einer Stagflation breitet sich aus

    An den Finanzmärkten nehmen die Sorgen zu, dass nicht nur der amerikanischen Wirtschaft eine Phase andauernder Stagflation bevorstehen könnte. Fachleute befürchten, dass die drastische Verteuerung der Rohstoffe die Inflation anheizt und gleichzeitig das Wirtschaftswachstum empfindlich bremst. Solch eine besonders ungünstige Kombination von wirtschaftlicher Stagnation bei hoher Inflation wird als Stagflation bezeichnet. So belief sich der Anstieg der Verbraucherpreise in den Vereinigten Staaten im April auf 3,9 Prozent. Im Euro-Raum ist die Inflation auf 3,3 Prozent gestiegen. Für Deutschland meldete das Statistische Bundesamt, dass die gestiegenen Preise für Heizöl und Diesel die Inflation im Mai voraussichtlich auf drei Prozent getrieben haben. Im April hatte die Jahresteuerungsrate noch 2,4 Prozent betragen. Je nach Bundesland war Heizöl bis zu 13,3 Prozent teurer als im Vormonat und bis zu 64,6 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Die Nahrungsmittelpreise stiegen im Vorjahresvergleich um bis zu 9,2 Prozent. Auch der Preis für Rohöl stieg kurzfristig in der vergangenen Woche auf einen neuen Rekordpreis von über 135 US-Dollar je Barrel (159 Liter).