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    Vermögensbildung fördern

    Köln (DT/PM) Der Arbeitskreis Soziale Ordnung des Bundes Katholischer Unternehmer (BKU) fordert von der Politik Konzepte zur Vermögensbildung für Arbeitnehmer. „Trotz einer florierenden Konjunktur verweigern sich starke politische Kräfte einer Entlastung von Steuern und Sozialabgaben, die vor allem der Mittelschicht zu Gute kommen würden“, betont der Vorsitzende des BKU, Ulrich Hemel. Mögliche Maßnahmen wären etwa der Abbau des „Solidaritätszuschlags“, die Bekämpfung der „kalten Progression“ und die Senkung der Lohnnebenkosten. Beim Blick auf die Vermögenssituation schneiden die Deutschen im Vergleich mit den europäischen Nachbarn nicht gut ab. Das durchschnittliche geldwerte Vermögen der Bundesbürger ist zum Beispiel nur ein Viertel so hoch wie das der Belgier. Auch die Eigentumsquote am Wohnungsbestand ist mit gerade einmal 51 Prozent deutlich schlechter als in Frankreich, Italien oder Norwegen. Auch der Anteil der Deutschen am Produktivvermögen liegt mit einer Aktionärsquote von sechs Prozent weit hinter den Niederlanden (30 Prozent). Für die Vorsorge im Alter bleibt vielen Deutschen daher nur die staatliche Sozialversicherung, zumal andere klassische Vermögensbildungsinstrumente, wie Sparbuch, Lebensversicherung oder Bausparvertrag durch den Verfall der Zinssätze instabil geworden sind. In der Gesellschafts- und Sozialpolitik müsse daher ein Paradigmenwechsel einsetzen, so Hemel. „Staat und öffentliche Systeme müssen sich wieder mehr auf das ,Ermöglichen‘ als auf das ,Versorgen‘ verlegen.“ Es bedürfe neben der steuerlichen Entlastung und einer an die Konjunktur angepassten Einschränkung der Sozialabgaben vor allem der Unterstützung einer effektiven Vermögensbildung in Arbeitnehmerhand. Dazu zählten etwa Beteiligungsprogramme am Kapitalvermögen für Mitarbeiter.

    Köln (DT/PM) Der Arbeitskreis Soziale Ordnung des Bundes Katholischer Unternehmer (BKU) fordert von der Politik Konzepte zur Vermögensbildung für Arbeitnehmer. „Trotz einer florierenden Konjunktur verweigern sich starke politische Kräfte einer Entlastung von Steuern und Sozialabgaben, die vor allem der Mittelschicht zu Gute kommen würden“, betont der Vorsitzende des BKU, Ulrich Hemel. Mögliche Maßnahmen wären etwa der Abbau des „Solidaritätszuschlags“, die Bekämpfung der „kalten Progression“ und die Senkung der Lohnnebenkosten. Beim Blick auf die Vermögenssituation schneiden die Deutschen im Vergleich mit den europäischen Nachbarn nicht gut ab. Das durchschnittliche geldwerte Vermögen der Bundesbürger ist zum Beispiel nur ein Viertel so hoch wie das der Belgier. Auch die Eigentumsquote am Wohnungsbestand ist mit gerade einmal 51 Prozent deutlich schlechter als in Frankreich, Italien oder Norwegen. Auch der Anteil der Deutschen am Produktivvermögen liegt mit einer Aktionärsquote von sechs Prozent weit hinter den Niederlanden (30 Prozent). Für die Vorsorge im Alter bleibt vielen Deutschen daher nur die staatliche Sozialversicherung, zumal andere klassische Vermögensbildungsinstrumente, wie Sparbuch, Lebensversicherung oder Bausparvertrag durch den Verfall der Zinssätze instabil geworden sind. In der Gesellschafts- und Sozialpolitik müsse daher ein Paradigmenwechsel einsetzen, so Hemel. „Staat und öffentliche Systeme müssen sich wieder mehr auf das ,Ermöglichen‘ als auf das ,Versorgen‘ verlegen.“ Es bedürfe neben der steuerlichen Entlastung und einer an die Konjunktur angepassten Einschränkung der Sozialabgaben vor allem der Unterstützung einer effektiven Vermögensbildung in Arbeitnehmerhand. Dazu zählten etwa Beteiligungsprogramme am Kapitalvermögen für Mitarbeiter.

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