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    Mosambik, Steine auf dem fruchtbaren Weg

    Mosambik ist ein armes Land, sagt Günter Nooke, der Afrikaexperte Angela Merkels, bei Wirtschaftsgesprächen mit deutschen und mosambikanischen Geschäftsleuten. Doch hat das Land im Südosten von Afrika vieles zu bieten. Der Boden gilt als äußerst fruchtbar – bislang wird nur etwa ein Sechstel der landwirtschaftlichen Fläche genutzt. Auch kann das landschaftlich reizvolle Land für den Tourismus erschlossen werden. Zudem gibt es große Kohle- und Erdgasvorkommen sowie die für Handys wichtigen seltenen Erden. Bei den Verträgen für den Bergbau können internationale Experten aus der Bundesregierung helfen, so Nooke. Dadurch sollen die Erlöse bei den Menschen ankommen. Doch eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Investitionsbereitschaft, die Stabilität, ist nicht immer gegeben. In Mosambik kommt es vereinzelt zu bewaffneten Unruhen.

    Rogerio Manuel, Präsident der Wirtschaftsvereinigung von Mosambik, versucht, deutsche Geschäftsleute für Investitionen i... Foto: Thomas Isenburg

    Mosambik ist ein armes Land, sagt Günter Nooke, der Afrikaexperte Angela Merkels, bei Wirtschaftsgesprächen mit deutschen und mosambikanischen Geschäftsleuten. Doch hat das Land im Südosten von Afrika vieles zu bieten. Der Boden gilt als äußerst fruchtbar – bislang wird nur etwa ein Sechstel der landwirtschaftlichen Fläche genutzt. Auch kann das landschaftlich reizvolle Land für den Tourismus erschlossen werden. Zudem gibt es große Kohle- und Erdgasvorkommen sowie die für Handys wichtigen seltenen Erden. Bei den Verträgen für den Bergbau können internationale Experten aus der Bundesregierung helfen, so Nooke. Dadurch sollen die Erlöse bei den Menschen ankommen. Doch eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Investitionsbereitschaft, die Stabilität, ist nicht immer gegeben. In Mosambik kommt es vereinzelt zu bewaffneten Unruhen.

    Rogerio Manuel ist Präsident der Confederacao das Associacoes Economicas de Mocambique (CTA), der Wirtschaftsvereinigung von Mosambik. Die Organisation ist das Bindeglied zwischen Wirtschaft und Regierung in Mosambik. Manuel will die Wirtschaft seines Landes fördern und deutsche Investoren finden. Sein Interesse gilt dabei der Infrastruktur, Landwirtschaft, Energieversorgung, dem Transport und der Logistik.

    Herr Manuel, wo steht Mosambik aktuell?

    Dem Land geht es gut. Wir haben zwar einige Probleme im Zentrum des Landes, jedoch nicht in allen Provinzen. Die Regierung ist bereits im Gespräch mit den Konfliktparteien. Das Problem ist, dass sich Investoren, wenn sie etwas über Schusswaffen hören, zurückziehen.

    Wo sehen Sie demnach Mosambik in fünf Jahren?

    Das Land ist vielversprechend. Mosambik besitzt ein Wirtschaftswachstum von sieben Prozent. Daher ist Mosambik ein gutes Land, um zu investieren. Es gibt noch einige wirtschaftliche Probleme, jedoch glauben wir, dass Mosambik in fünf Jahren eine andere Stufe erreicht haben wird.

    Wie sehen diese Probleme aus? Was denken Sie über die Infrastruktur in Mosambik?

    Unser Land ist 2 000 Kilometer lang. Wir benötigen Schiffe, um Waren zwischen dem Norden und dem Süden hin und her zu transportieren. Dafür kann Mosambik das Zentrum sein, wenn man auf die Nachbarländer wie Sambia, Südafrika, Malawi, Simbabwe, Kongo und Tansania schaut. Wir könnten hier der große Hafen sein, weil Mosambik an den Ozean grenzt. Wir haben bereits Straßen und Eisenbahnen. Es gibt auch Projekte für weitere Straßen und Eisenbahnlinien. Mit Schiffen werden wir aber wettbewerbsfähiger werden.

    Offenbar ist es günstiger, Waren von Asien oder Europa zu importieren, als vom Norden des Landes nach Süden zu transportieren?

    Das ist richtig. Es gibt keine internen Schiffe, um Waren innerhalb von Mosambik zu transportieren. Es gibt daher auch bislang keinen privaten Wettbewerb.