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    Hohes Defizit

    München (DT/KNA) Die Caritas im Erzbistum München-Freising schließt einen Rückzug aus der ambulanten Pflege nicht länger aus. Die dort gezahlten Tariflöhne verursachten inzwischen ein hohes Defizit, das nur durch das Auflösen eigener Reserven ausgeglichen werden könne, erläuterte Wirtschaftsvorstand Klaus Weißbach am Donnerstag bei der Jahrespressekonferenz seines Verbands. „Noch sind wir stabil, aber wir leben von der Substanz.“ Problematisch sei, dass schon seit mehreren Jahren die Differenz zwischen Aufwendungen und Erträgen immer größer werde. Die Caritas unterhält in Oberbayern flächendeckend 28 Sozialstationen mit mehr als 900 Mitarbeitern, die über 4 900 Patienten versorgen. Tariflich geregelte Personalkosten müssten vollständig refinanziert werden, verlangte Weißbachs Vorstandskollege Wolfgang Obermair. „Lohndumping darf sich nicht lohnen.“ Genau dies sei aber durch die Einführung eines Mindestlohns in der Pflege zu befürchten, sollte dieser zur Richtgröße für die Refinanzierung werden. Faire Arbeitgeber wie die Caritas zahlten deutlich mehr, das dürfe nicht bestraft werden. Weißbach machte zugleich deutlich, dass die Caritas nicht bereit sei, von bestimmten Vorgaben abzuweichen.

    München (DT/KNA) Die Caritas im Erzbistum München-Freising schließt einen Rückzug aus der ambulanten Pflege nicht länger aus. Die dort gezahlten Tariflöhne verursachten inzwischen ein hohes Defizit, das nur durch das Auflösen eigener Reserven ausgeglichen werden könne, erläuterte Wirtschaftsvorstand Klaus Weißbach am Donnerstag bei der Jahrespressekonferenz seines Verbands. „Noch sind wir stabil, aber wir leben von der Substanz.“ Problematisch sei, dass schon seit mehreren Jahren die Differenz zwischen Aufwendungen und Erträgen immer größer werde. Die Caritas unterhält in Oberbayern flächendeckend 28 Sozialstationen mit mehr als 900 Mitarbeitern, die über 4 900 Patienten versorgen. Tariflich geregelte Personalkosten müssten vollständig refinanziert werden, verlangte Weißbachs Vorstandskollege Wolfgang Obermair. „Lohndumping darf sich nicht lohnen.“ Genau dies sei aber durch die Einführung eines Mindestlohns in der Pflege zu befürchten, sollte dieser zur Richtgröße für die Refinanzierung werden. Faire Arbeitgeber wie die Caritas zahlten deutlich mehr, das dürfe nicht bestraft werden. Weißbach machte zugleich deutlich, dass die Caritas nicht bereit sei, von bestimmten Vorgaben abzuweichen.