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    Im Blickpunkt: Alles andere als revolutionär

    Die Nachricht hat zwar keinen Neuigkeitswert, dürfte ihre Wirkung in traditionsverbundenen Kirchenkreisen aber dennoch nicht verfehlen. Dass Papst Franziskus die Liturgiereform nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil als unumkehrbar ansieht, in der liturgischen Praxis aber Missstände und Auswüchse beseitigen will, entspricht ausnahmslos der Haltung seiner Vorgänger. Weder Johannes Paul II., der als erster Papst nach dem Konzil Indulte zur Feier des überlieferten römischen Ritus erließ, noch Benedikt XVI. haben die Gültigkeit der Liturgiereform Pauls VI. jemals angezweifelt. Dass den Absichten der Konzilsväter in der Praxis getreuer entsprochen werden sollte, war angesichts der vielerorts tristen liturgischen Realität allerdings eine nachvollziehbare Sorge. Vor allem Benedikt XVI. bewies hier hohe Sensibilität im Umgang mit dem Konzilserbe. Papst Franziskus, dem im Gegensatz zu seinem Vorgänger kein ausgeprägtes Interesse an liturgischen Fragen nachgesagt wird, setzte ein Zeichen der Kontinuität, als er in dieser Woche vor Teilnehmern einer liturgiewissenschaftlichen Tagung in Rom öffentlich Kritik an Oberflächlichkeiten und entstellenden Praktiken übte. Aufhorchen lässt auch, dass er im Zusammenhang mit der Liturgiereform von der Notwendigkeit des Gehorsams sprach. Disziplin und Regeln in der Liturgie sind auch für Franziskus kein überflüssiger Ballast. Der Papst erteilt kreativen Geistern und freischaffenden liturgischen Altarkünstlern damit eine Absage. Es wäre ein Schritt zu einer echten inneren Erneuerung der Kirche, wenn diese Worte des Papstes in den Gemeinden ernst genommen und umgesetzt würden und nicht im medialen Dauergesäusel vom vermeintlichen Revoluzzer in Rom untergingen.

    Die Nachricht hat zwar keinen Neuigkeitswert, dürfte ihre Wirkung in traditionsverbundenen Kirchenkreisen aber dennoch nicht verfehlen. Dass Papst Franziskus die Liturgiereform nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil als unumkehrbar ansieht, in der liturgischen Praxis aber Missstände und Auswüchse beseitigen will, entspricht ausnahmslos der Haltung seiner Vorgänger. Weder Johannes Paul II., der als erster Papst nach dem Konzil Indulte zur Feier des überlieferten römischen Ritus erließ, noch Benedikt XVI. haben die Gültigkeit der Liturgiereform Pauls VI. jemals angezweifelt. Dass den Absichten der Konzilsväter in der Praxis getreuer entsprochen werden sollte, war angesichts der vielerorts tristen liturgischen Realität allerdings eine nachvollziehbare Sorge. Vor allem Benedikt XVI. bewies hier hohe Sensibilität im Umgang mit dem Konzilserbe. Papst Franziskus, dem im Gegensatz zu seinem Vorgänger kein ausgeprägtes Interesse an liturgischen Fragen nachgesagt wird, setzte ein Zeichen der Kontinuität, als er in dieser Woche vor Teilnehmern einer liturgiewissenschaftlichen Tagung in Rom öffentlich Kritik an Oberflächlichkeiten und entstellenden Praktiken übte. Aufhorchen lässt auch, dass er im Zusammenhang mit der Liturgiereform von der Notwendigkeit des Gehorsams sprach. Disziplin und Regeln in der Liturgie sind auch für Franziskus kein überflüssiger Ballast. Der Papst erteilt kreativen Geistern und freischaffenden liturgischen Altarkünstlern damit eine Absage. Es wäre ein Schritt zu einer echten inneren Erneuerung der Kirche, wenn diese Worte des Papstes in den Gemeinden ernst genommen und umgesetzt würden und nicht im medialen Dauergesäusel vom vermeintlichen Revoluzzer in Rom untergingen.

    Dass Papst Franziskus sich nicht zur Wiederzulassung des überlieferten Ritus vor zehn Jahren äußerte, mag diejenigen enttäuschen, die in der Feier der alten Messe den wirksamsten Hebel zur Reform der Kirche sehen. Resignation wäre aber fehl am Platz. Die Zeiten erregter Debatten über liturgische Fragen sind vorbei. Der dramatische Glaubensverlust rückt die Frage in den Vordergrund, wo in Zukunft noch Gläubige zu finden sein werden, die die Voraussetzungen zum inneren Mitvollzug des Messopfers besitzen. Das päpstliche Pochen auf die Gültigkeit der Liturgiereform ist mit Blick auf die Verhandlungen Roms mit der Piusbruderschaft angebracht – denn nach wie vor gibt es in einzelnen Distrikten Hardliner, die davon schlicht nichts wissen wollen.