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    pressestimmen

    Seit über fünf Jahren ist Europa einer starken Terrorgefahr ausgesetzt. Aber dieser Terrorismus hat seine Ursachen außerhalb von Europa. Sicher hatten einige der Angreifer, in Frankreich, Deutschland oder Belgien, die Staatsangehörigkeit dieser Länder. Viele von ihnen wurden dort geboren. Aber ihre Motive lagen in dem, was in ihren Augen ein Krieg zwischen dem muslimischen Osten und dem christlichen Westen ist. Der Mord an Walter Lübcke folgt einer anderen Logik: eine liberale europäische Tradition zum Schweigen zu bringen, im Namen der Verteidigung des Abendlands. Diese Angst verfolgt uns schon lange: dass Hass Hass und Gewalt Gegengewalt erzeugt und dass Muslime die Opfer sein werden, wie vor kurzem in Christchurch, Neuseeland. Aber Hass kann sich auch gegen jene richten, die als Verräter einer bestimmten Auffassung von der europäischen Identität verstanden werden. Dieser Diskurs lässt sich in der extremen Rechten beobachten und kommt zum Ausdruck in den sozialen Netzwerken. Bei Walter Lübcke ging der Hass bis zum Mord. Dieser Wahnsinn muss aufhören.

    Seit über fünf Jahren ist Europa einer starken Terrorgefahr ausgesetzt. Aber dieser Terrorismus hat seine Ursachen außerhalb von Europa. Sicher hatten einige der Angreifer, in Frankreich, Deutschland oder Belgien, die Staatsangehörigkeit dieser Länder. Viele von ihnen wurden dort geboren. Aber ihre Motive lagen in dem, was in ihren Augen ein Krieg zwischen dem muslimischen Osten und dem christlichen Westen ist. Der Mord an Walter Lübcke folgt einer anderen Logik: eine liberale europäische Tradition zum Schweigen zu bringen, im Namen der Verteidigung des Abendlands. Diese Angst verfolgt uns schon lange: dass Hass Hass und Gewalt Gegengewalt erzeugt und dass Muslime die Opfer sein werden, wie vor kurzem in Christchurch, Neuseeland. Aber Hass kann sich auch gegen jene richten, die als Verräter einer bestimmten Auffassung von der europäischen Identität verstanden werden. Dieser Diskurs lässt sich in der extremen Rechten beobachten und kommt zum Ausdruck in den sozialen Netzwerken. Bei Walter Lübcke ging der Hass bis zum Mord. Dieser Wahnsinn muss aufhören.

    Es wäre schade, wenn die Synode von einer europäischen Agenda bestimmt würde. Auf jeden Fall ist es unwahrscheinlich, dass verheiratete Priester eine Wunderwaffe für die Evangelisierung einer so abgelegenen und komplexen Region wie dem Amazonasgebiet sein sollen. Die Synodenväter müssen beurteilen, ob der traditionelle missionarische Ansatz der Kirche, der in Afrika und Teilen Asiens gute Dienste geleistet hat, für das Amazonasgebiet nicht geeignet ist. Ist es wirklich unmöglich, genügend zölibatäre Berufungen bei indigenen Völkern zu fördern? Ist die Weihe von verheirateten Männer nur eine regionale oder eine universale Angelegenheit, die von Bischöfen aus aller Welt diskutiert werden sollte?

    Denken wir an Malala, das junge pakistanische Mädchen, das von den Taliban schwer verletzt wurde, weil sie darauf bestand, die Schule zu besuchen, gegen das Verbot der Frauenbildung durch islamische Fundamentalisten. Sie überlebte und musste ihr Land verlassen. Sie hat den Nobelpreis bekommen, aber einen Teil ihrer Jugend verloren [...]. An dies und andere Dinge lässt Greta uns denken, die zu einer Ikone wurde und die einen Kommunikationsradius erreicht hat, dessen Folgen schwer absehbar sind. Ihre Botschaft kann leicht in eine falsche Richtung gelenkt werden. Denken wir an die Bewegung, die empfiehlt, weniger Kinder in die Welt zu setzen, um den Planeten zu retten, die „Birth Strikers“, eine ganz andere Generation im Vergleich zur Revolution der 16-Jährigen, die den Sinn der neuen Botschaft nicht begriffen hat: Die Welt braucht nicht weniger Kinder, sondern mehr Kinder, die anders leben. Sie braucht nicht einige wenige junge Menschen, die zum Vergnügen von einem Ende der Welt ans anderen jetten und aus Langeweile konsumieren, sondern viele junge Menschen, die [...] zusammen nach der Lösung suchen, indem sie lernen und Bücher lesen und sich der Welt stellen.

    Im Bereich der Gesundheitsfürsorge wären die Auswirkungen des Gesetzes enorm. Pubertätshemmende hormonelle Behandlungen für Kinder könnten als notwendig und als Grundversorgung betrachtet werden. Ärzte und Pflegepersonal wären verpflichtet, Behandlungen und Operationen zur Geschlechtsumwandlung durchzuführen, auch wenn dies gegen ihr medizinisches Urteil und ihren religiösen Glauben verstößt.

    Außerdem ist die Sprache im „Equality Act“ so allgemein gehalten, dass die Gerichte es so interpretieren könnten, dass die Finanzierung von Abtreibungen durch den Steuerzahler verlangt und der Gewissensschutz für Menschen im medizinischen Bereich, die die Durchführung dieser Verfahren ablehnen, aufgehoben wird. Sollte der „Equality Act“ zum Gesetz werden, werden unvermeidlich Konflikte entstehen zwischen denen, die ihren religiösen Überzeugungen folgen wollen, und den Befürwortern von LGBT-„Rechten“. [...] Ohne den Schutz durch den „Religious Freedom Restoration Act“ würde durch den „Equality Act“ die Religion ins Hintertreffen geraten. Er würde das Christentum kriminalisieren und Christen für ihren Glauben über Sexualmoral und Genderfragen verfolgen

    Angriff auf liberale europäische Tradition

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