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    Klimawandel: Heiße Zeiten für die Umwelt

    Das vergangene Jahr war in vielerlei Hinsicht turbulent. Bei aller Aufregung ist ein Thema, das sich seit vielen Jahren zuspitzt, fast ein wenig ins Hintertreffen geraten: der Klimaschutz. Dabei ist aufgrund der veränderten Wetterlagen und auch zunehmender Klimakatastrophen der fortschreitende Klimawandel definitiv nicht mehr zu leugnen. Höchste Zeit für Politik und Gesellschaft, zu reagieren und die Weichen in die richtige Richtung zu stellen.

    'Stop global warming!' Plakat bei Klima-Demo
    Foto: Image by Alfred Derks from Pixabay

    CO2-Emissionen versus Mobilität


    Bei der Verringerung der weltweiten CO2-Emissionen sind nicht nur Politik und Industrie gefragt, jeder Einzelne kann und muss im Alltag einen Beitrag leisten. Immer mehr Menschen besitzen beispielsweise keinen eigenen Pkw mehr und nutzen stattdessen das Fahrrad oder den öffentlichen Nahverkehr für den Arbeitsweg und ihre Besorgungen. Wer doch ein Auto benötigt, kann sich bei Bedarf jederzeit ein passendes Fahrzeug mieten. Auch Carsharing wird immer beliebter. Eine weitere Alternative sind Pedelecs, die inzwischen bei Jung und Alt im Trend liegen.

    Energie sparen im Alltag


    Auch zu Hause kann und sollte jeder darauf achten, Energie zu sparen und damit die CO2-Emissionen zu verringern. Für jede Kilowattstunde verbrauchten Stroms werden rund 600 Gramm Kohlenstoffdioxid ausgestoßen. Und oft wird im Alltag unnötig Energie verschwendet, was sich ohne großen Aufwand vermeiden ließe. Beispielsweise verbrauchen Fernseher und andere Geräte im Stand-by-Modus dauerhaft Strom. Wenn ein Gerät längere Zeit nicht in Betrieb ist, sollte man am besten den Stecker aus der Steckdose ziehen. Mit der Verwendung von Energiesparlampen lässt sich bis zu 80 Prozent Strom einsparen. Lichter und Lampen auszuschalten in Räumen, die nicht genutzt werden, sollte selbstverständlich sein und spart ebenfalls viel Energie.
    Auch kontrolliertes Heizen und richtiges Lüften leisten einen großen Beitrag. Schon die Senkung der Raumtemperatur um ein Grad spart rund sechs Prozent Heizenergie. Und zwei bis drei Mal täglich Stoßlüften für fünf bis zehn Minuten ist viel besser als ganztägig gekippte Fenster, da die Wände so nicht auskühlen. Wer dann noch in Küche und Bad energiesparende Geräte im Einsatz hat und auf einen maßvollen Wasserverbrauch achtet, hat schon eine Menge getan.

    Nachhaltigen Konsum leben


    Nicht nur Besserverdiener können sich nachhaltige Produkte leisten. An vielen Stellen gibt es lohnenswerte Alternativen, wenn man sein Konsumverhalten kritisch überdenkt. Obst und Gemüse beispielsweise sind in ihrer jeweiligen Saison günstiger – und zwar auch die Bio-Produkte. Saisonales Einkaufen trägt dazu bei, dass unnötige Transportwege sowie der Einsatz beheizter Gewächshäuser verringert werden. Für Umwelt und Budget ist es zudem nützlich, verwendete Putzmittel auf wenige Präparate zu reduzieren und beispielsweise Hausmittel wie Essig, Zitronensäure, Soda und Natron zu gebrauchen. Weniger Fleischkonsum kann ebenfalls eine Menge zum globalen Klimaschutz beitragen – und es ist eine Frage der Ethik, Fleisch in Bio-Qualität aus artgerechter Tierhaltung zu kaufen.
    Der bewusste Kauf von Kleidung kann ebenso viel bewirken. Die meisten haben viel mehr im Schrank, als sie tatsächlich benötigen. Hochwertige Kleidung ist länger haltbar und bekämpft die Ausbeutung von Arbeitern in Billiglohnländern, wie sie bei „Fast Fashion“ oft der Fall ist. Es wird Zeit, dass sich das Konsumverhalten zu nachhaltigen Produkten hin verändert. Die Industrienationen müssen zudem damit aufhören, weiterhin zu viele Ressourcen zu verbrauchen, damit nachfolgende Generationen nicht massiv darunter zu leiden haben. Familien sind daher in der besonderen Verantwortung, ihren Kindern Themen wie Nachhaltigkeit und Umweltschutz zu vermitteln.

     

    Die junge Generation


    Auch wenn über die Umweltschutzbewegung „Fridays for Future“ in der Gesellschaft kontrovers diskutiert wird, lässt sich aufgrund des anhaltenden Engagements der Kinder und Jugendlichen nicht leugnen, dass sie offensichtlich ein starkes Interesse am Klimaschutz haben. Im Jahr 2015 kam das Nachhaltigkeitsbarometer von Greenpeace genau wie diverse Studien des Bundesumweltamts noch zu dem Ergebnis, dass Jugendliche zwischen Konsum und Umweltschutz hin- und hergerissen sind. Laut der damaligen Umfragen möchten sie zwar in einer intakten Umwelt leben, im Alltag allerdings nicht auf Dinge verzichten, die ihnen wichtig sind. Das betrifft vor allem modische Kleidung und Produkte der Unterhaltungselektronik. Bei der Ernährung sind die 14- bis 25-Jährigen überwiegend zu Einschränkungen bereit. Beim Einkauf achten junge Leute immer mehr auf biologisch angebaute Lebensmittel und essen weniger Fleisch. Fahrrad, Bus und Bahn sind häufig genutzte Verkehrsmittel. Die jungen Erwachsenen von heute sind darüber hinaus sehr aufgeschlossen gegenüber Carsharing-Modellen als Alternative zum eigenen Auto.

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