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    Paris

    Französischer Politologe sieht Europa als Eroberungsziel für den Islam

    Für den französischen Politologen Guillaume Bigot erinnern die jüngsten Attentate in Europa wie auch die Gefechte in Bergkarabach an die dem Islam innewohnende Gewalt, die er im Laufe der Jahrhunderte bei seiner Ausbreitung ausgeübt habe.

    Nach Terror in Nizza
    Gedenken an die Opfer der Terrorattacke in Nizza: Nur wenn der Islam zu einem "Privatkult" zurückgedrängt sei, könne er ... Foto: Imago Images

    Der Politologe Guillaume Bigot erinnert im französischen Magazin Valeurs actuelles angesichts dessen, was sich in den vergangenen Wochen in Bergkarabach, Wien oder Nizza abgespielt hat, an die Ursprünge des Islam und seine Verbreitung.

    Der „revolutionäre Islam“ entspreche in allen Punkten dem ursprünglichen Islam, der die Erde in drei Welten aufteilt: „die Welt des Friedens, in der die Scharia herrscht (dar-al-Islam), die Welt des Burgfriedens, mit denen der Islam Verträge gemacht hat (dar-el-sulh) und schließlich die Welt des Krieges (dar-al-Harb)“, in die der Islam vordringen soll. Dies geschehe, so betont Bigot, ausschließlich durch den Dschihad.

    Toleranter Islam größtenteils "ein Mythos"

    Man dürfe niemals aus dem Auge verlieren, dass die Maghrebiner, wie auch die Türken und so viele weitere Völker, „durch die Gewalt arabischer Kolonisatoren dem Islam unterworfen wurden“. Nur in wenigen Gebieten – so etwa nach Westafrika oder in die Gegend des Indischen Ozeans – habe sich der Islam durch Handel, oftmals durch Menschenhandel, ausbreiten können: „Die Vision von einem toleranten Islam, die einen hohen Zivilisationsgrad erreicht hatte, kommt größtenteils einem Mythos gleich. Der Islam des Kalifats von Córdoba oder der des Islam von Bagdad hörte nie auf, eine – ihrem Wesen nach brutale – Scharia anzuwenden“. Allein eine überlegene militärische Macht habe das Fortschreiten dieser Religion in der damals bekannten Welt, so etwa 732 in der Schlacht von Tours und Poitiers, aufgehalten.

    Doch der Islam habe sich seine Niederlage niemals eingestanden und über die Jahrhunderte hinweg weiterhin seine heftigen Angriffe fortgesetzt. In der Neuzeit wurde er 1683 vor Wien bei seinem militärischen Vormarsch gestoppt.

    Erneut die Offensive ergreifen

    Der Islam meint, dass ein einmal muslimisch gewordenes Land wieder zu einem solchen werden müsse: Spanien, das sich erst 1492 von den islamisierten Beduinen und Berbern, die den wesentlichen Teil der iberischen Halbinsel kontrollierten, befreite, „zählt zu den Hauptzielen dieser geplanten Rückeroberung durch Radikale, die Mohammeds Aufgabe weiterführen“. Die Griechen, „die durch die Türken des Kerns ihres historischen Territoriums beraubt wurden (das Grab von Aristoteles befindet sich in der Türkei, während die ehemalige Hauptstadt des byzantinischen Reiches zu Istanbul geworden ist), stellen ein weiteres beliebtes Ziel dar“.

    Für den radikalen Islam, so stellt Bigot fest, sei nun der Augenblick gekommen, „um die Offensive erneut zu ergreifen“. Um dieses Ziel zu erreichen, würden drei Hebel gleichzeitig bedient: „die illegale Einwanderung (Erdogan droht der EU zynischerweise, die Schleusen zu öffnen), der dschihadistische Terrorismus und schließlich der Entrismus [gezieltes Eindringen in Organisationen, wie etwa Parteien etc.] (der Krawatten-Islamismus, der durch die Organisation der Muslime in Frankreich Fortschritte macht).

    Der alte Kontinent werde heute als „Land der Eroberung“ betrachtet: „Dies bestätigt die jüngste Welle von Attentaten“. Was jedoch noch wichtiger sei: „Europa wird als schwächstes Glied der nicht-muslimischen Welt wahrgenommen. An den meisten europäischen Völkern nagt eine Form des Schuldgefühls, das mit der von der abendländischen Zivilisation fünf Jahrhunderte lang ausgeübten Herrschaft in Verbindung steht, und aus dem sich ein sonderbarer Minderwertigkeitskomplex ergeben hat“, der die Nationen in ihrem Lebenserhaltungsgefühl geschwächt habe.

    Die „Weigerung, die christlichen Wurzeln Europas“, führt Bigot weiter aus, in der Präambel eines Vertragsentwurfs für eine Verfassung der EU zu erwähnen, „illustrierte diese Lebensmüdigkeit“. So „sehen die europäischen Nationen der religiösen Säuberung vom christlichen Bergkarabach durch das von der Türkei unterstützte Aserbaidschan ohnmächtig zu. Die europäischen Nationen scheinen nicht zu verstehen, dass ihre Neutralität mit einem Eingeständnis der Schwäche gleichgesetzt wird. Zugleich öffnen Nationen, die nicht mehr genügend Kinder bekommen, hauptsächlich muslimischen Migranten ihre Grenzen“. Daher müssten die europäischen Nationen wieder „selbstbewusst und selbstsicher“ werden und den Islam zu einem „Privatkult zurückdrängen“. Dann könnte er „in Frieden mit den europäischen Nationen leben“.  DT/ks

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