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    Was andere Zeitungen schreiben: Wird Barack Obama im Nahen Osten eingreifen?: Kein Patentrezept, sondern Umdenken im Herzen: Koordiniertes Handeln ist notwendig: Silberstreifen hinter dem dunklen Horizont

    Was kann die internationale Gemeinschaft tun? Sie kann die Gewalt verurteilen und zu einem neuen Waffenstillstand aufrufen, wie die europäischen Staatsoberhäupter und Papst Benedikt XVI. Ägypten muss wieder als Vermittler agieren, oder es muss ein anderer gefunden werden, vielleicht in Europa. Aber die Hamas hört auf niemanden mehr. Also wird die Lösung wieder einmal von den Vereinigten Staaten kommen, wo sich der neue Präsident sein Ansehen in der Dritten Welt zunutze machen kann. Aber wird er sein Sympathiekapital frühzeitig aufs Spiel setzen in einer gefährlichen Operation, in der er mehr zu verlieren als zu gewinnen hat?

    Was kann die internationale Gemeinschaft tun? Sie kann die Gewalt verurteilen und zu einem neuen Waffenstillstand aufrufen, wie die europäischen Staatsoberhäupter und Papst Benedikt XVI. Ägypten muss wieder als Vermittler agieren, oder es muss ein anderer gefunden werden, vielleicht in Europa. Aber die Hamas hört auf niemanden mehr. Also wird die Lösung wieder einmal von den Vereinigten Staaten kommen, wo sich der neue Präsident sein Ansehen in der Dritten Welt zunutze machen kann. Aber wird er sein Sympathiekapital frühzeitig aufs Spiel setzen in einer gefährlichen Operation, in der er mehr zu verlieren als zu gewinnen hat?

    Das Boot wird mit allen untergehen. Zum Glück gibt es jemanden, der den vielen Menschen, die täglich Solidarität üben, seine Stimme verleiht und der das Gute in uns anspricht – der einzige, der uns aus der Krise herausholen kann. Der Papst hat kein Patentrezept, denn kein „Rezept“ holt uns aus der Krise heraus. Jede Lösung von Seiten der Regierungen, der Gesellschaft, der Familien oder Einzelner muss auf Solidarität gründen, die dem erneuerten Herzen des Menschen entspringt. Sonst wird nur auf eine Krise eine noch schwerere Krise folgen und auf Ungerechtigkeit noch größere Ungerechtigkeit. Es ist an uns, die Stimme auf dem sinkenden Boot zu hören.

    Indien wirft Pakistan vor, nicht genug getan zu haben, um die Terroristen aufzuhalten, die Mumbai verwüstet haben. Auf dieser Grundlage bewegen zwei asiatische Giganten, die noch dazu im Besitz der Atombombe sind, ihre Truppen. Diese bittere Lektion müssen wir am Vorabend des Jahres 2009 lernen, kurz vor der Amtsübergabe von Bush an Obama. Die letzten acht Jahre haben uns gelehrt, dass die Uneinigkeit der entwickelten Nationen das schlimmste Übel ist. Ihr koordiniertes Handeln dagegen reduziert den Handlungsradius von Extremisten jeder Art auf ein Minimum.

    Anstelle des Profits muss ein anderes Prinzip die Wirtschaft antreiben: das Prinzip der Gerechtigkeit in all ihren Ausprägungen, einer Gerechtigkeit, die dem Gemeinwohl dient. Wenn dann der Wohlstand zurückkehrt, dann wird er dauerhaft sein, weil er moralisch fest gegründet ist. Das ist die Hoffnung, der Silberstreifen hinter den dunklen Wolken vom Dezember 2008 – die Weihnachtsbotschaft, Künder eines helleren und besseren Neuen Jahres.