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    Was andere Zeitungen schreiben: Mehr Einsatz der Katholiken: Europa: Eine politische Fiktion?: Dem Gewissen folgen: Kirche in Kuba

    Der Papst wünscht für die Kirche in Portugal weniger besondere Frömmigkeit und mehr Handeln angesichts der durch die Krise hervorgerufenen Probleme, den öffentlichen Einsatz aller, die sich als Katholiken bekennen, auch in Bezug auf Abtreibung und Homo-„Ehe“. Durch die einzige absichtliche Pause in seinen Ansprachen wollte er hervorheben, dass die Ehe nur als Vereinigung von einem Mann und einer Frau verstanden werden kann. Benedikt XVI. ging in einigen Punkten eingehend auf die gegenwärtige Situation des Landes ein und zeigte, dass er auf den Besuch gut vorbereitet war.

    Der Papst wünscht für die Kirche in Portugal weniger besondere Frömmigkeit und mehr Handeln angesichts der durch die Krise hervorgerufenen Probleme, den öffentlichen Einsatz aller, die sich als Katholiken bekennen, auch in Bezug auf Abtreibung und Homo-„Ehe“. Durch die einzige absichtliche Pause in seinen Ansprachen wollte er hervorheben, dass die Ehe nur als Vereinigung von einem Mann und einer Frau verstanden werden kann. Benedikt XVI. ging in einigen Punkten eingehend auf die gegenwärtige Situation des Landes ein und zeigte, dass er auf den Besuch gut vorbereitet war.

    Die EU hat eine Flagge, die niemand grüsst, eine Hymne, die niemand singt, einen Präsidenten, dessen Namen keiner zu nennen weiß, ein Parlament, dem nur seine Mitglieder Macht wünschen, eine Hauptstadt mit zähflüssiger Bürokratie, die niemand bewundert oder kontrolliert, eine Währung, die etwas voraussetzt, das nicht existiert oder existieren sollte und auch nicht so bald existieren wird (eine europäische Zentralregierung), und Regeln für steuerliches Verhalten, für deren Missachtung kein Mitglied je bestraft wurde. Der Euro erfordert und fördert die Fiktion, dass „Europa“ gegen den Wunsch der meisten Europäer irgendwie zu einem politischen und nicht nur einem rein geographischen Gebilde geworden sei.

    Das Verhalten einzelner Kleriker, auch wenn es verabscheuenswert und kriminell ist, nimmt uns nicht den Wunsch, unsere Pfarrkirchen zu besuchen, zu beten, Gott zu verehren, unsere Sünden zu bekennen, die Sakramente zu empfangen und unsere Schuld zu bereuen. Mit Kardinal Newman glauben wir, dass unser Gewissen Gott ist, der in uns spricht, mit „machtvoller, kategorischer, undiskutabler, eindringlicher und endgültige“ Stimme.

    Die Kirche ist zu einem pluralistischen Ort in der kubanischen Gesellschaft geworden. Es gibt Katholiken, die sich mit der gegenwärtigen Regierung identifizieren, und solche, die sich ihr widersetzen, und darunter wiederum sind Katholiken verschiedenster Prägung. Es ist Aufgabe aller kubanischen Bürger – Regierende und Regierte, Kommunisten und Nichtkommunisten, Gläubige, Atheisten und Agnostiker –, mit einer Erneuerung zu beginnen, um im gemeinsamen Konsens den besten Weg zur Koexistenz der Unterschiede, zum wirtschaftlichen Fortschritt und zur politischen Reife zu finden, damit wir, die wir die kubanische Nation bilden, uns als Teilhaber und Verantwortliche eines gemeinsamen Projekts fühlen können.