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    Was andere Zeitungen schreiben: Kultur der Torheit: Kursänderung im Vatikan: Preis der Freiheit: Ist Belgien noch zu retten?

    Wie das für den Papstbesuch zuständige Team auf spektakuläre Weise gezeigt hat, kann man eine Menge törichter Ideen haben. Wieso beschuldigt man jedoch die jüngeren Mitarbeiter, wenn die älteren zu diesen Dingen ermuntern? Die Resultate machten in Whitehall nicht als Witz die Runde, sondern als Ergebnis einer Aufgabenstellung. Die älteren Mitarbeiter waren entsetzt über den Notizzettel. Aber sie sollten sich fragen: Wer hat einer solchen Kultur im Ministerium Eingang verschafft?

    Wie das für den Papstbesuch zuständige Team auf spektakuläre Weise gezeigt hat, kann man eine Menge törichter Ideen haben. Wieso beschuldigt man jedoch die jüngeren Mitarbeiter, wenn die älteren zu diesen Dingen ermuntern? Die Resultate machten in Whitehall nicht als Witz die Runde, sondern als Ergebnis einer Aufgabenstellung. Die älteren Mitarbeiter waren entsetzt über den Notizzettel. Aber sie sollten sich fragen: Wer hat einer solchen Kultur im Ministerium Eingang verschafft?

    Die katholische Kirche hat sich selbst immer als societas perfecta verstanden, die prinzipiell keine ihr übergeordnete menschliche Instanz anerkannte, begonnen beim Staat. Von ihrer Warte aus konnte sie im Einzelfall auf Privilegien, Befugnisse, Rechte oder andere Dinge verzichten, aber immer in Form eines Konkordats oder unter dem Zwang staatlicher Gewalt. Durch die Explosion des Problems der Pädophilie hat eine bedeutende Kursänderung stattgefunden: ein unumstößlicher Beweis für die äußerste Entschlossenheit des Papstes, das Problem in Angriff zu nehmen, ohne die Konsequenzen zu scheuen.

    Nicht alle Flüchtlinge füllen die „richtigen“ Formulare aus oder kommen durch die „richtigen“ Tore. Und unsere Politiker – stets auf Wählerstimmen bedacht – versprechen von einem selbstgebauten moralischen Podest aus, dass sie dieser „Bedrohung“ unseres Landes ein Ende setzen und uns davor schützen wollen, von diesen Elenden überrannt zu werden. Bischof Malone bezeichnet es als beschämend. Soweit zum Preis der Freiheit.

    Lässt sich Belgien noch retten? Wollen die Belgier das überhaupt? Im In- und Ausland würde man sich mit einer Teilung abfinden ... . Man könnte auf Präzedenzfälle verweisen, wie die Trennung zwischen Tschechien und der Slowakei. Aber eine derartige Entwicklung würde schwerlich einen Fortschritt bedeuten, denn sie würde aus einem Versagen hervorgehen: dem scharfen Gegensatz der Identitäten und Sprachen, der Unmöglichkeit, alte Rechnungen abzuschließen, der Ablehnung einer Solidarität zwischen Reichen und weniger Reichen.