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    Was andere Zeitungen schreiben: Globale Krise als Chance für neue Arbeitsethik: Den Sonntag als heiligen Ruhetag erhalten: Weihnachtsbotschaft muss für alle Wirklichkeit werden: Kirchenmusik soll Gott dienen

    Die gegenwärtige Lage fordert uns auf, am Arbeitsplatz eine neue Haltung einzunehmen, um die Vergeudung von Zeit und Geld in unseren Unternehmen zu eliminieren. Wir brauchen eine neue Arbeitsethik; die globalen Probleme bieten vielleicht eine Chance. „So bringt Gott, der Herr, Gerechtigkeit hervor und Ruhm vor allen Völkern“ (Jes 61, 11). Wir, die wir von Gottes Güte so reich beschenkt sind, müssen für andere Sorge tragen.

    Die gegenwärtige Lage fordert uns auf, am Arbeitsplatz eine neue Haltung einzunehmen, um die Vergeudung von Zeit und Geld in unseren Unternehmen zu eliminieren. Wir brauchen eine neue Arbeitsethik; die globalen Probleme bieten vielleicht eine Chance. „So bringt Gott, der Herr, Gerechtigkeit hervor und Ruhm vor allen Völkern“ (Jes 61, 11). Wir, die wir von Gottes Güte so reich beschenkt sind, müssen für andere Sorge tragen.

    Was geschieht mit den Kindern, wenn immer mehr Eltern sonntags arbeiten müssen? Wann soll man Feste oder Ausflüge planen? Was wird aus den sportlichen und kulturellen Veranstaltungen? Wie sollen die gläubigen Arbeitnehmer den Sonntag heiligen, der dem gemeinsamen Gottesdienst geweiht ist? Ein Tag, um am Ende einer Woche zu ruhen oder vor dem Beginn der nächsten tief durchzuatmen. Der heilige Sonntag. Ein einziger Tag nur – das ist nicht zu viel verlangt.

    Wenn die Ampel rot zeigt, kommen sie mit nackten Füßen durch die Pfützen zum Auto und strecken scheu die Hand aus. Einige Autofenster öffnen sich. Aber niemand kommt, um sie ihrem Sklavendasein zu entreißen: arme, verzweifelte Menschen, oft aus Heimen im Osten geholt oder aus Familien, die sie nicht ernähren können. Alle sehen sie, aber niemand will hinsehen. Man muss den Sklaven helfen und die Sklavenhalter hart bestrafen. Die Sklaven erleiden Schmerz und Ausbeutung. Die Sklavenhalter verdienen an ihnen: Menschenhandel – ein schweres Delikt. Es bedürfte nicht viel, um die Weihnachtsbotschaft auch für sie Wirklichkeit werden zu lassen. Und nicht nur heute.

    Ein Grundzug des Chorals ist die Demut. Bei der Lob- und Anbetungsmusik steht die darbietende Person im Mittelpunkt. Die Musiker stehen vorne in der Kirche und werden mit Beifall überhäuft. Ihr Gesang enthält eine Art Egoismus, der zum populären Stil gehört. Der Choral ist ganz anders. Es geht nicht darum, das Talent des Sängers hervorzuheben, sondern um das gemeinsame Gebet. Das Ego wird begraben. Der Choral verlangt, dass das Ego sich dem Heiligen unterwirft. Er ist wie der Glaube bei Johannes dem Täufer: Ich muss kleiner werden, aber er muss in mir wachsen. Das erreicht und verlangt der Choral. Der Choral verschafft einen ganz anderen Zugang zur Liturgie. Die Musik dient der Liturgie, die Liturgie dient Gott.