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    Verpasste Gelegenheit

    Natürlich kann man an jede Statistik das Churchill-Kriterium anlegen: „Ich glaube nur der Statistik, die ich eigenhändig gefälscht habe.“ Und sicher, die Zahlen des Statistischen Bundesamtes rund um die Familie sind nicht das Problem, sondern deren Interpretation. Bei den Absichten scheiden sich eben die Geister, meist gemäß der eigenen Lebenssituation, und die ist im Berliner Establishment anders als im Volk. Für die Wünsche der Bevölkerung gibt es zwar Zahlenmaterial. So wünschen sich deutsche Frauen mit Kindern überwiegend mehr Teilzeitangebote. Aber unterschlagen wird: Die Kosten für Lebenshaltung sowie Steuern und Abgaben haben die Familien in Deutschland erst in eine prekäre Situationen gedrängt. Deshalb müssen vielfach beide Eltern erwerbstätig sein. Überhaupt zeigt sich, dass die Politik Statistiken nur noch mit Blick auf den Arbeitsmarkt liest. Das ist längst keine Familienpolitik mehr und von den Vorstellungen des Bundesverfassungsgerichtes weit entfernt. Dort argumentiert man mit Gerechtigkeit und Gleichheit und den Leistungen von Familien für die Gesellschaft. Altmodisch? Traurig, dass in der Familienpolitik wichtige Gelegenheiten verpasst werden. Die Ehe, der Ort für Kinder, steht nach wie vor hoch im Kurs. Der Geburtenrückgang in Deutschland ist jedoch auf die aussterbende Großfamilie zurückzuführen. Und deshalb müsste man die Geburt des dritten und weiterer Kinder besonders fördern. Es muss ja nicht wie in Zypern sein, wo seit diesem Jahr für die Geburt des dritten Kindes 35 000 Euro gezahlt werden. Aber deutsche Eltern wären vermutlich schon froh, wenn die Politik wenigstens einen Teil dessen zurückgeben würde, was sie ihnen vorher aus der Tasche gezogen hat. Aber danach sieht es nicht aus. Um das zu verhindern, würde man sicher auch entsprechende Zahlen finden. lim

    Natürlich kann man an jede Statistik das Churchill-Kriterium anlegen: „Ich glaube nur der Statistik, die ich eigenhändig gefälscht habe.“ Und sicher, die Zahlen des Statistischen Bundesamtes rund um die Familie sind nicht das Problem, sondern deren Interpretation. Bei den Absichten scheiden sich eben die Geister, meist gemäß der eigenen Lebenssituation, und die ist im Berliner Establishment anders als im Volk. Für die Wünsche der Bevölkerung gibt es zwar Zahlenmaterial. So wünschen sich deutsche Frauen mit Kindern überwiegend mehr Teilzeitangebote. Aber unterschlagen wird: Die Kosten für Lebenshaltung sowie Steuern und Abgaben haben die Familien in Deutschland erst in eine prekäre Situationen gedrängt. Deshalb müssen vielfach beide Eltern erwerbstätig sein. Überhaupt zeigt sich, dass die Politik Statistiken nur noch mit Blick auf den Arbeitsmarkt liest. Das ist längst keine Familienpolitik mehr und von den Vorstellungen des Bundesverfassungsgerichtes weit entfernt. Dort argumentiert man mit Gerechtigkeit und Gleichheit und den Leistungen von Familien für die Gesellschaft. Altmodisch? Traurig, dass in der Familienpolitik wichtige Gelegenheiten verpasst werden. Die Ehe, der Ort für Kinder, steht nach wie vor hoch im Kurs. Der Geburtenrückgang in Deutschland ist jedoch auf die aussterbende Großfamilie zurückzuführen. Und deshalb müsste man die Geburt des dritten und weiterer Kinder besonders fördern. Es muss ja nicht wie in Zypern sein, wo seit diesem Jahr für die Geburt des dritten Kindes 35 000 Euro gezahlt werden. Aber deutsche Eltern wären vermutlich schon froh, wenn die Politik wenigstens einen Teil dessen zurückgeben würde, was sie ihnen vorher aus der Tasche gezogen hat. Aber danach sieht es nicht aus. Um das zu verhindern, würde man sicher auch entsprechende Zahlen finden. lim