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    Union verliert bei Katholiken

    Würzburg/Mannheim (DT/sei) Die Union hat bei der Bundestagswahl am Sonntag bei katholischen Wählern überproportional verloren. Dies geht aus Zahlen hervor, die die Forschungsgruppe Wahlen Mannheim gestern der „Tagespost“ zur Verfügung stellte. Inzwischen kündigte CDU-Vorsitzende Angela Merkel an, das Wahlergebnis ausführlich analysieren zu lassen. Die Union kam am 33,8 Prozent der Stimmen, vier Jahre zuvor waren es 35,2 gewesen.

    Würzburg/Mannheim (DT/sei) Die Union hat bei der Bundestagswahl am Sonntag bei katholischen Wählern überproportional verloren. Dies geht aus Zahlen hervor, die die Forschungsgruppe Wahlen Mannheim gestern der „Tagespost“ zur Verfügung stellte. Inzwischen kündigte CDU-Vorsitzende Angela Merkel an, das Wahlergebnis ausführlich analysieren zu lassen. Die Union kam am 33,8 Prozent der Stimmen, vier Jahre zuvor waren es 35,2 gewesen.

    Im Vergleich zu den Bundestagswahlen 2005 haben nach den Zahlen der Forschungsgruppe jetzt fünf Prozent weniger derjenigen Katholiken CDU/CSU gewählt, die regelmäßige Kirchgänger sind. Von dieser Gruppe gaben vor vier Jahren 72 Prozent der Union ihre Stimme, jetzt noch 67 Prozent. Insgesamt ging der Anteil der katholischen Unions-Wähler im Vergleich 2005 zu 2009 von 48 auf 44 Prozent zurück. Laut Forschungsgruppe Wahlen machten am Sonntag von der katholischen Wahlbevölkerung außerdem 20 Prozent ihr Kreuz bei der SPD, 15 Prozent bei der FDP, zehn Prozent bei den Grünen und sechs Prozent bei der Linkspartei. Der Rest entschied sich für die Gruppierungen, die unter „Sonstige Parteien“ geführt werden.

    Profitiert von den katholischen Wählerwanderungen hat in erster Linie die FDP. Dies wird aus den Zahlen der Forschungsgruppe Wahlen deutlich, die die Konfessionszugehörigkeit der Wählerschaft der einzelnen Parteien messen. Danach sind 34 Prozent der FDP-Wähler in der neuen Legislaturperiode katholisch, 33 Prozent evangelisch und 26 Prozent gehören keiner Konfession an. Die Wähler der CDU/CSU setzen sich 2009 aus 42 Prozent Katholiken, 33 Prozent evangelischen Christen und 16 Prozent Konfessionslosen zusammen. Mehr evangelische wie katholische Christen unter ihren Wählern haben dagegen SPD und die Grünen. Die meisten Konfessionslosen sind bei der Linkspartei: 46 Prozent.