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    Union: Pakistan soll Christin freilassen

    Berlin (DT/KNA) Die Unionsfraktion im Bundestag hat Pakistan die Missachtung der Religionsfreiheit vorgeworfen und die Abschaffung der Blasphemiegesetze gefordert. Der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Volker Kauder (CDU), appellierte am Dienstag zugleich an die Regierung des asiatischen Landes, die 2009 wegen angeblicher Gotteslästerung zum Tode verurteilte Christin Asia Bibi freizulassen. „Ich fordere die pakistanische Regierung dazu auf, die von ihr unterzeichneten internationalen Vereinbarungen über die Menschenrechte endlich einzuhalten und die Religionsfreiheit auch Nichtmuslimen zu gewähren“, sagte Kauder. Bibis Schicksal stehe stellvertretend für das von mehr als 1 200 auf Basis der Blasphemiegesetze verurteilten Menschen, betonte Kauder. Vielfach würden die Gesetze auch als Grundlage für Urteile in nachbarschaftlichen Auseinandersetzungen missbraucht. Schon die Anklage könne Hass und Gewalt gegen Familien und ganze Dörfer auslösen. Kauder erinnerte daran, dass pakistanische Politiker wie Minister Shahbaz Bhatti oder Gouverneur Salman Taseer wegen ihres Eintretens gegen die Blasphemiegesetze ermordet worden seien. Bibi wurde wegen eines Verstoßes gegen die sogenannten Blasphemiegesetze als erste Frau zum Tode verurteilt. Sie soll schlecht über den Propheten Mohammed gesprochen haben. Die Christin hat diese Vorwürfe stets bestritten.

    Berlin (DT/KNA) Die Unionsfraktion im Bundestag hat Pakistan die Missachtung der Religionsfreiheit vorgeworfen und die Abschaffung der Blasphemiegesetze gefordert. Der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Volker Kauder (CDU), appellierte am Dienstag zugleich an die Regierung des asiatischen Landes, die 2009 wegen angeblicher Gotteslästerung zum Tode verurteilte Christin Asia Bibi freizulassen. „Ich fordere die pakistanische Regierung dazu auf, die von ihr unterzeichneten internationalen Vereinbarungen über die Menschenrechte endlich einzuhalten und die Religionsfreiheit auch Nichtmuslimen zu gewähren“, sagte Kauder. Bibis Schicksal stehe stellvertretend für das von mehr als 1 200 auf Basis der Blasphemiegesetze verurteilten Menschen, betonte Kauder. Vielfach würden die Gesetze auch als Grundlage für Urteile in nachbarschaftlichen Auseinandersetzungen missbraucht. Schon die Anklage könne Hass und Gewalt gegen Familien und ganze Dörfer auslösen. Kauder erinnerte daran, dass pakistanische Politiker wie Minister Shahbaz Bhatti oder Gouverneur Salman Taseer wegen ihres Eintretens gegen die Blasphemiegesetze ermordet worden seien. Bibi wurde wegen eines Verstoßes gegen die sogenannten Blasphemiegesetze als erste Frau zum Tode verurteilt. Sie soll schlecht über den Propheten Mohammed gesprochen haben. Die Christin hat diese Vorwürfe stets bestritten.