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    Uneinigkeit über Islamkonferenz

    Berlin (DT/KNA) Das Bundesinnenministerium hat Bedingungen des Zentralrats der Muslime in Deutschland für dessen Rückkehr in die Islamkonferenz abgelehnt. Das Ministerium wies am Freitag in Berlin Äußerungen des Zentralratsvorsitzenden Aiman Mazyek als unzutreffend zurück. Eine Sprecherin erklärte, „entgegen den Darstellungen“ Mazyeks seien die von ihm in Interviews genannten Themen Bestandteil des aktuellen Arbeitsprogramms der Konferenz. Im Mai 2010 hatte sich der Zentralrat gegen eine Teilnahme an der zweiten Runde der Deutschen Islamkonferenz (DIK) entschieden. Als Motiv nannte er fehlende Ziele der Konferenz, eine Vernachlässigung des Themas Islamfeindlichkeit und die Notwendigkeit eines stärkeren Dialogs mit den Bundesländern. Nun schloss Mazyek eine Rückkehr nicht aus und nannte als Bedingung, dass die Vorschläge des Zentralrats wieder auf die Tagesordnung gesetzt würden. Zudem schlug er die Bildung einer Art„Task Force“ mit Vertretern der Muslime und der Bundesländer vor. Die Ministeriumssprecherin verwies darauf, die Forderungen Mazyeks seien ihrem Haus bekannt und mit dem Zentralrat bereits im Vorfeld des DIK-Plenums im vorigen Frühjahr intensiv erörtert worden. Das Ministerium halte eine Teilnahme des Zentralrats an der DIK weiterhin für möglich und wünschenswert. Dazu müsse er aber dessen mit allen Teilnehmern gemeinsam erarbeitetes Arbeitsprogramm und Arbeitsweise vollständig akzeptieren. Insgesamt gehören der DIK aus dem muslimischen Lager 17 Vertreter – zehn Einzelpersönlichkeiten sowie sieben Verbandsvertreter – und 17 Vertreter der staatlichen Seite an. Wegen der ZMD-Absage sind hunderte Moscheevereine in dem Gremium nicht repräsentiert. Nach dem ersten Durchgang von 2006 bis 2009 soll es in der zweiten Phase schwerpunktmäßig um religionsverfassungsrechtliche Fragen wie die Aus- und Fortbildung von Religionsbediensteten und -lehrern, Geschlechtergerechtigkeit sowie die Abgrenzung des Islam vom Islamismus gehen.

    Berlin (DT/KNA) Das Bundesinnenministerium hat Bedingungen des Zentralrats der Muslime in Deutschland für dessen Rückkehr in die Islamkonferenz abgelehnt. Das Ministerium wies am Freitag in Berlin Äußerungen des Zentralratsvorsitzenden Aiman Mazyek als unzutreffend zurück. Eine Sprecherin erklärte, „entgegen den Darstellungen“ Mazyeks seien die von ihm in Interviews genannten Themen Bestandteil des aktuellen Arbeitsprogramms der Konferenz. Im Mai 2010 hatte sich der Zentralrat gegen eine Teilnahme an der zweiten Runde der Deutschen Islamkonferenz (DIK) entschieden. Als Motiv nannte er fehlende Ziele der Konferenz, eine Vernachlässigung des Themas Islamfeindlichkeit und die Notwendigkeit eines stärkeren Dialogs mit den Bundesländern. Nun schloss Mazyek eine Rückkehr nicht aus und nannte als Bedingung, dass die Vorschläge des Zentralrats wieder auf die Tagesordnung gesetzt würden. Zudem schlug er die Bildung einer Art„Task Force“ mit Vertretern der Muslime und der Bundesländer vor. Die Ministeriumssprecherin verwies darauf, die Forderungen Mazyeks seien ihrem Haus bekannt und mit dem Zentralrat bereits im Vorfeld des DIK-Plenums im vorigen Frühjahr intensiv erörtert worden. Das Ministerium halte eine Teilnahme des Zentralrats an der DIK weiterhin für möglich und wünschenswert. Dazu müsse er aber dessen mit allen Teilnehmern gemeinsam erarbeitetes Arbeitsprogramm und Arbeitsweise vollständig akzeptieren. Insgesamt gehören der DIK aus dem muslimischen Lager 17 Vertreter – zehn Einzelpersönlichkeiten sowie sieben Verbandsvertreter – und 17 Vertreter der staatlichen Seite an. Wegen der ZMD-Absage sind hunderte Moscheevereine in dem Gremium nicht repräsentiert. Nach dem ersten Durchgang von 2006 bis 2009 soll es in der zweiten Phase schwerpunktmäßig um religionsverfassungsrechtliche Fragen wie die Aus- und Fortbildung von Religionsbediensteten und -lehrern, Geschlechtergerechtigkeit sowie die Abgrenzung des Islam vom Islamismus gehen.