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    Trauer um Otto von Habsburg

    Brüssel/Wien (sb) Vertreter von Politik und Kirche würdigten am Montag den in den Morgenstunden verstorbenen Otto von Habsburg. Der Präsident der EU-Kommission sprach von einem „großen Europäer, der dem europäischen Einigungswerk zeit seines reichen Lebens wichtige Impulse verliehen hat“. Otto von Habsburg habe „einen zentralen Beitrag zur Öffnung des Eisernen Vorhangs und zur friedlichen Wiedervereinigung unseres viel zu lange geteilten Kontinents“ geleistet, so Barroso. Der frühere Präsident des Europäischen Parlaments, Hans-Gert Pöttering, der zu Habsburgs engsten politischen Weggefährten zählte, würdigte den Verstorbenen als „politischen Visionär und Realisten“: „Er war ein unermüdlicher Kämpfer für die Freiheit der Menschen in der Mitte und im Osten Europas. Für Otto von Habsburg war es ein großes Glück, die Überwindung der Teilung Deutschlands und unseres europäischen Kontinents erleben und mitgestalten zu können“, so Pöttering.

    Brüssel/Wien (sb) Vertreter von Politik und Kirche würdigten am Montag den in den Morgenstunden verstorbenen Otto von Habsburg. Der Präsident der EU-Kommission sprach von einem „großen Europäer, der dem europäischen Einigungswerk zeit seines reichen Lebens wichtige Impulse verliehen hat“. Otto von Habsburg habe „einen zentralen Beitrag zur Öffnung des Eisernen Vorhangs und zur friedlichen Wiedervereinigung unseres viel zu lange geteilten Kontinents“ geleistet, so Barroso. Der frühere Präsident des Europäischen Parlaments, Hans-Gert Pöttering, der zu Habsburgs engsten politischen Weggefährten zählte, würdigte den Verstorbenen als „politischen Visionär und Realisten“: „Er war ein unermüdlicher Kämpfer für die Freiheit der Menschen in der Mitte und im Osten Europas. Für Otto von Habsburg war es ein großes Glück, die Überwindung der Teilung Deutschlands und unseres europäischen Kontinents erleben und mitgestalten zu können“, so Pöttering.

    Österreichs Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger würdigte den Einsatz Habsburgs für ein freies und unabhängiges Österreich: „Dafür und für sein unablässiges Wirken für ein freies und ungeteiltes Europa sind wir ihm dankbar.“ Als „großen Europäer von katholischer Weite“ würdigte der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz, Kardinal Christoph Schönborn, den Verstorbenen. Otto von Habsburg könne mit Robert Schuman, Konrad Adenauer und Alcide de Gasperi in die Reihe der „Architekten des Europagedankens und der europäischen Integration“ gestellt werden. Das Requiem im Wiener Stephansdom und die Beisetzung in der traditionsreichen Kapuzinergruft am 16. Juli werden nach Ansicht von Kardinal Schönborn „ein historischer Moment“ sein, um „im Gebet und in Dankbarkeit an diesen großen Habsburger zu denken“. Ihn selbst habe es immer geschmerzt, dass es „in Österreich so lange gedauert hat, bis es zu einer angemessenen Dankbarkeit gegenüber den Haus Habsburg gekommen ist“.