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    Thailand streitet mit Kambodscha

    Bangkok (DT/dpa) Ein seit Jahren schwelender Grenzstreit zwischen Thailand und Kambodscha ist neu aufgeflammt. Nach neuem Artilleriebeschuss in der Umgebung des umstrittenen Preah-Vihear-Tempels waren am Montag auf thailändischer Seite rund 15 000 Menschen auf der Flucht, sagte der Gouverneur der Provinz Si Saket, Suwan Sujalit. Die Nachbarländer streiten seit Jahrzehnten um den genauen Grenzverlauf an dem Tempel 450 Kilometer nordöstlich von Bangkok. Seit dem Wochenende kamen auf beiden Seiten mindestens fünf Menschen ums Leben, darunter auch zwei Zivilisten. Mehrere Dutzend wurden verletzt. Beide Seiten machten sich gegenseitig für den Ausbruch der jüngsten Gewalt am Freitag verantwortlich. Ein Übereinkommen zum Waffenstillstand scheiterte am Wochenende nach Kurzem. Am Montagmorgen flogen nach Angaben der kambodschanischen Regierung erneut Artilleriegeschosse. Kambodscha warf der thailändischen Armee vor, am Sonntag eine Wand des Hindu-Tempels aus dem 11. Jahrhundert beschädigt zu haben. „Thailand wird weiter schießen, solange die Kambodschaner auf uns schießen“, sagte Armeesprecher Sansern Keowkhamnerd. Der kambodschanische Regierungschef Hun Sen hatte den UN-Sicherheitsrat am Samstag angerufen, „um die thailändische Aggression zu stoppen“. Frieden und Stabilität in der Region seien ernsthaft gefährdet. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon rief beide Seiten zur Zurückhaltung auf und drängte auf eine Lösung des Konflikts im friedlichen Dialog. Thailand will keine internationale Einmischung in dem Disput. „Thailand bleibt dabei, dass das Problem am besten in den bereits bestehenden bilateralen Verhandlungsforen gelöst wird“, sagte der Sprecher des Außenministeriums, Thani Thongphakdi. In der Umgebung des Tempels sind tausende Truppen stationiert.

    Bangkok (DT/dpa) Ein seit Jahren schwelender Grenzstreit zwischen Thailand und Kambodscha ist neu aufgeflammt. Nach neuem Artilleriebeschuss in der Umgebung des umstrittenen Preah-Vihear-Tempels waren am Montag auf thailändischer Seite rund 15 000 Menschen auf der Flucht, sagte der Gouverneur der Provinz Si Saket, Suwan Sujalit. Die Nachbarländer streiten seit Jahrzehnten um den genauen Grenzverlauf an dem Tempel 450 Kilometer nordöstlich von Bangkok. Seit dem Wochenende kamen auf beiden Seiten mindestens fünf Menschen ums Leben, darunter auch zwei Zivilisten. Mehrere Dutzend wurden verletzt. Beide Seiten machten sich gegenseitig für den Ausbruch der jüngsten Gewalt am Freitag verantwortlich. Ein Übereinkommen zum Waffenstillstand scheiterte am Wochenende nach Kurzem. Am Montagmorgen flogen nach Angaben der kambodschanischen Regierung erneut Artilleriegeschosse. Kambodscha warf der thailändischen Armee vor, am Sonntag eine Wand des Hindu-Tempels aus dem 11. Jahrhundert beschädigt zu haben. „Thailand wird weiter schießen, solange die Kambodschaner auf uns schießen“, sagte Armeesprecher Sansern Keowkhamnerd. Der kambodschanische Regierungschef Hun Sen hatte den UN-Sicherheitsrat am Samstag angerufen, „um die thailändische Aggression zu stoppen“. Frieden und Stabilität in der Region seien ernsthaft gefährdet. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon rief beide Seiten zur Zurückhaltung auf und drängte auf eine Lösung des Konflikts im friedlichen Dialog. Thailand will keine internationale Einmischung in dem Disput. „Thailand bleibt dabei, dass das Problem am besten in den bereits bestehenden bilateralen Verhandlungsforen gelöst wird“, sagte der Sprecher des Außenministeriums, Thani Thongphakdi. In der Umgebung des Tempels sind tausende Truppen stationiert.