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    Syrien bestreitet massenhafte Hinrichtungen

    Damaskus/Genf (DT/dpa) Syriens Regierung hat einen Bericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International über Massenhinrichtungen in einem Militärgefängnis als falsch zurückgewiesen. Entsprechende Vorwürfe entbehrten jeglicher Grundlage, erklärte das Justizministerium am Mittwoch nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Sana. Der Bericht verfolge ausschließlich das Ziel, den Ruf Syriens international zu schädigen. Nach Erkenntnissen von Amnesty wurden in dem syrischen Militärgefängnis Saidnaja zwischen 2011 und 2015 bis zu 13 000 Häftlinge unter strikter Geheimhaltung gehängt. Sie seien zuvor von einem Militärgericht in Schnellverfahren zum Tode verurteilt worden, hieß es in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht. Die Angaben stützen sich auf Interviews mit früheren Wärtern, Gefangenen, Richtern und Anwälten. Das Justizministerium in Damaskus erklärte, Todesstrafen würden in Syrien nur nach einem mehrstufigen rechtsstaatlichen Verfahren verhängt. Der Amnesty-Bericht sei von einigen „bösartigen Medien“ verbreitet worden, konkrete Beweise fehlten jedoch. Unterdessen hat eine Sprecherin des UN-Sonderbeauftragten für Syrien, Staffan de Mistura in Genf, neue Vorwürfe erhoben. Ihren Angaben zufolge erschwere die syrische Regierung mit bürokratischen Hürden die zügige Versorgung der leidenden Bevölkerung mit Hilfsgütern. Von 21 angemeldeten Konvois sei im Januar nur einer durchgekommen. Am 5. Februar habe ein zweiter Konvoi Nahrungsmittel, Medikamente und andere Hilfsmittel nach Talbiseh in der Region Homs geschafft. Mehr als 4,7 Millionen Menschen seien dringend auf Hilfe angewiesen. Auch in Aleppo sei die Lage weiter prekär. Die Stadt sei zwar seit der Vertreibung der Rebellen zugänglich, aber noch immer hätten 1,8 Millionen Menschen keine Wasserversorgung. Die Lage in der schwer zerstörten Stadt sei desolat.

    Damaskus/Genf (DT/dpa) Syriens Regierung hat einen Bericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International über Massenhinrichtungen in einem Militärgefängnis als falsch zurückgewiesen. Entsprechende Vorwürfe entbehrten jeglicher Grundlage, erklärte das Justizministerium am Mittwoch nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Sana. Der Bericht verfolge ausschließlich das Ziel, den Ruf Syriens international zu schädigen. Nach Erkenntnissen von Amnesty wurden in dem syrischen Militärgefängnis Saidnaja zwischen 2011 und 2015 bis zu 13 000 Häftlinge unter strikter Geheimhaltung gehängt. Sie seien zuvor von einem Militärgericht in Schnellverfahren zum Tode verurteilt worden, hieß es in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht. Die Angaben stützen sich auf Interviews mit früheren Wärtern, Gefangenen, Richtern und Anwälten. Das Justizministerium in Damaskus erklärte, Todesstrafen würden in Syrien nur nach einem mehrstufigen rechtsstaatlichen Verfahren verhängt. Der Amnesty-Bericht sei von einigen „bösartigen Medien“ verbreitet worden, konkrete Beweise fehlten jedoch. Unterdessen hat eine Sprecherin des UN-Sonderbeauftragten für Syrien, Staffan de Mistura in Genf, neue Vorwürfe erhoben. Ihren Angaben zufolge erschwere die syrische Regierung mit bürokratischen Hürden die zügige Versorgung der leidenden Bevölkerung mit Hilfsgütern. Von 21 angemeldeten Konvois sei im Januar nur einer durchgekommen. Am 5. Februar habe ein zweiter Konvoi Nahrungsmittel, Medikamente und andere Hilfsmittel nach Talbiseh in der Region Homs geschafft. Mehr als 4,7 Millionen Menschen seien dringend auf Hilfe angewiesen. Auch in Aleppo sei die Lage weiter prekär. Die Stadt sei zwar seit der Vertreibung der Rebellen zugänglich, aber noch immer hätten 1,8 Millionen Menschen keine Wasserversorgung. Die Lage in der schwer zerstörten Stadt sei desolat.