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    Streit um Waffen für Rebellen

    Brüssel (DT/dpa) In der NATO bahnt sich Streit über Militärhilfen für die libyschen Rebellen an. Nach Ansicht von NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen ist eine Bewaffnung der Aufständischen nicht von der UN-Resolution 1973 gedeckt. Die USA sehen dies anders: US-Präsident Barack Obama schloss nicht aus, auch Militärhilfen an die Rebellen in Betracht zu ziehen, um ihren Vormarsch zu unterstützen. Italien lehnte Waffenlieferungen erneut ab, Großbritannien sieht nur „sehr begrenzte“ Möglichkeiten dazu. Die NATO übernahm am Mittwoch offiziell das Kommando über den gesamten internationalen Militäreinsatz in Libyen. Für die Zeit nach Gaddafi wurden auf einer internationalen Libyen-Konferenz am Dienstag in London die Weichen gestellt. Demnach könnte bald internationale Finanzhilfe an die Übergangsregierung in Libyen fließen. US-Außenministerin Hillary Clinton und ihr französischer Kollege Alain Juppé brachten am Rande des Treffens aber auch Waffenlieferungen ins Gespräch, wie sie Vertreter des libyschen Nationalen Übergangsrates von der internationalen Gemeinschaft verlangen. Clinton erklärte, nach US-Interpretation sei die Bewaffnung der libyschen Anti-Gaddafi-Rebellen durch die Resolution 1973 gedeckt. US-Präsident Obama stellte sich am Dienstagabend in einem NBC-Interview ausdrücklich hinter diese Auffassung und schloss Militärhilfen an die Rebellen nicht aus. Nato-Generalsekretär Rasmussen sagte dagegen dem britischen Sender Sky News: „Unsere Aufgabe ist es, Menschen zu schützen, nicht, sie zu bewaffnen.“ Nach Ansicht Großbritanniens lässt die UN-Resolution einen sehr begrenzten Spielraum für solche Militärhilfen. Nach Angaben von Außenminister William Hague sind derzeit keine Waffenlieferungen nach Libyen geplant. „Andere Länder können das tun, aber wir haben nicht vor, die Rebellen in irgendeiner Form zu bewaffnen und haben dafür im Moment keine Pläne“, sagte Hague am späten Dienstagabend in einem BBC-Interview.

    Brüssel (DT/dpa) In der NATO bahnt sich Streit über Militärhilfen für die libyschen Rebellen an. Nach Ansicht von NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen ist eine Bewaffnung der Aufständischen nicht von der UN-Resolution 1973 gedeckt. Die USA sehen dies anders: US-Präsident Barack Obama schloss nicht aus, auch Militärhilfen an die Rebellen in Betracht zu ziehen, um ihren Vormarsch zu unterstützen. Italien lehnte Waffenlieferungen erneut ab, Großbritannien sieht nur „sehr begrenzte“ Möglichkeiten dazu. Die NATO übernahm am Mittwoch offiziell das Kommando über den gesamten internationalen Militäreinsatz in Libyen. Für die Zeit nach Gaddafi wurden auf einer internationalen Libyen-Konferenz am Dienstag in London die Weichen gestellt. Demnach könnte bald internationale Finanzhilfe an die Übergangsregierung in Libyen fließen. US-Außenministerin Hillary Clinton und ihr französischer Kollege Alain Juppé brachten am Rande des Treffens aber auch Waffenlieferungen ins Gespräch, wie sie Vertreter des libyschen Nationalen Übergangsrates von der internationalen Gemeinschaft verlangen. Clinton erklärte, nach US-Interpretation sei die Bewaffnung der libyschen Anti-Gaddafi-Rebellen durch die Resolution 1973 gedeckt. US-Präsident Obama stellte sich am Dienstagabend in einem NBC-Interview ausdrücklich hinter diese Auffassung und schloss Militärhilfen an die Rebellen nicht aus. Nato-Generalsekretär Rasmussen sagte dagegen dem britischen Sender Sky News: „Unsere Aufgabe ist es, Menschen zu schützen, nicht, sie zu bewaffnen.“ Nach Ansicht Großbritanniens lässt die UN-Resolution einen sehr begrenzten Spielraum für solche Militärhilfen. Nach Angaben von Außenminister William Hague sind derzeit keine Waffenlieferungen nach Libyen geplant. „Andere Länder können das tun, aber wir haben nicht vor, die Rebellen in irgendeiner Form zu bewaffnen und haben dafür im Moment keine Pläne“, sagte Hague am späten Dienstagabend in einem BBC-Interview.