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    Stabwechsel im Presseamt des Vatikan

    Vatikanstadt (DT/KNA) Vatikansprecher Federico Lombardi geht in Pension. Wie der Vatikan am Montag mitteilte, nahm Papst Franziskus den Amtsverzicht des 73-jährigen italienischen Jesuiten an. Nachfolger wird demnach vom 1. August an Lombardis bisheriger Stellvertreter, der Amerikaner Greg Burke. Über eine Pensionierung des gesundheitlich angeschlagenen Lombardi war bereits seit längerem spekuliert worden. Benedikt XVI. hatte ihn im Juli 2006 zum Leiter des vatikanischen Presseamtes berufen.

    Vatikanstadt (DT/KNA) Vatikansprecher Federico Lombardi geht in Pension. Wie der Vatikan am Montag mitteilte, nahm Papst Franziskus den Amtsverzicht des 73-jährigen italienischen Jesuiten an. Nachfolger wird demnach vom 1. August an Lombardis bisheriger Stellvertreter, der Amerikaner Greg Burke. Über eine Pensionierung des gesundheitlich angeschlagenen Lombardi war bereits seit längerem spekuliert worden. Benedikt XVI. hatte ihn im Juli 2006 zum Leiter des vatikanischen Presseamtes berufen.

    Der Journalist Burke (56) war seit Februar stellvertretender Direktor des Presseamtes; seit 2012 holte ihn das Staatssekretariat als Medienberater, eine Aufgabe, die der Amerikaner nach eigenen Angaben zweimal ablehnte, ehe er sie annahm. Sie sei ihm allzu groß erschienen, erklärte er rückblickend. Zuvor arbeitete Burke für verschiedene Medien als Rom-Korrespondent, zuletzt seit 2001 für den amerikanischen Nachrichtensender Fox News. Burke ist Laie und gehört der katholischen Gemeinschaft Opus Dei an. Seine Haltung zur Arbeit beschrieb er in einem Interview mit der „Zeit“ als sportlich: „Ich mag Herausforderungen. Ich spiele Tennis und Golf, ich laufe. Ich weiß daher, dass man immer am besten ist, wenn man sich mit anderen misst.“ Stellvertreterin Burkes wird die spanische Journalistin Paloma Garcia Ovejero.

    Als „kleine Kulturrevolution“ bezeichnet die „Südwestpresse“ die Nominierung Burkes. Burke ist der erste Sprecher aus dem angelsächsischen Raum. Mit Ausnahme des Spaniers Joaquin Navarro-Valls waren zuvor alle Italiener. Medienberichten zufolge soll es der Amerikaner gewesen sein, der Papst Franziskus zum Twittern brachte.

    Lombardi brachte journalistische Erfahrungen aus der Redaktion der italienischen Jesuiten-Zeitschrift „Civilta Cattolica“ mit. 1991 trat Lombardi als Programmdirektor von Radio Vatikan in den Dienst des Heiligen Stuhls. 2005 wurde er von Benedikt XVI. zum Leiter des Papstsenders berufen. Am 1. März 2016 verließ er den Posten als Generaldirektor von Radio Vatikan.