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    Religionsfreiheit thematisieren

    Berlin/Kirkuk (DT/KNA/dpa) Die deutsche Politik muss nach Überzeugung von Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) stärker als bislang auf internationaler Ebene die Religionsfreiheit thematisieren. „Wenn wir das Thema Religionsfreiheit ganz offen ansprechen, als Teil des politischen Dialogs, dann können wir auch etwas verändern“, sagte Kauder in einem am Freitag veröffentlichten Interview der Deutschen Welle. Der Koalitionsvertrag nenne das Thema als Teil der „werteorientierten Außenpolitik“ Deutschlands. Die Lage der Christen im Machtbereich der Terrorgruppe ISIS im Irak bezeichnete der CDU-Politiker als „sehr dramatisch“: Sie stünden unter massivem Druck. „Wir haben Informationen darüber, dass Christen gezwungen werden, nach der Scharia zu leben.“ Kauder sagte, das Thema Religionsfreiheit müsse etwa bei Kontakten mit Saudi-Arabien „stärker in den Blick genommen werden“. Zur Frage, warum deutsche Rüstungsexporte in dieses Land möglich seien, sagte er, Saudi-Arabien sei kein Krisenland, sondern ein Faktor der Stabilität in der Region. In der Tat sei Religionsfreiheit dort aber nicht gegeben. Da gebe es „manchmal schon einen scharfen Konflikt“ zwischen der Vertretung allgemeiner politischer Interessen wie der Stabilität in der Region und dem Menschenrecht auf Religionsfreiheit. Zugleich betonte Kauder, dass er sich persönlich für alle religiös Verfolgten einsetze. Entscheidend für die Menschen sei die Freiheit. Diese gebe es nicht ohne Religionsfreiheit. „Das treibt mich an, und ich kümmere mich nicht ausschließlich um Christen.“ Die Christen seien aber weltweit „die am meisten verfolgte Religionsgruppe“. Generell gelte, dass das Thema Religion entgegen der allgemeinen Erwartung in Deutschland „in der weltweiten Politik wieder eine ganz bedeutende Rolle“ spiele, erläuterte Kauder.

    Berlin/Kirkuk (DT/KNA/dpa) Die deutsche Politik muss nach Überzeugung von Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) stärker als bislang auf internationaler Ebene die Religionsfreiheit thematisieren. „Wenn wir das Thema Religionsfreiheit ganz offen ansprechen, als Teil des politischen Dialogs, dann können wir auch etwas verändern“, sagte Kauder in einem am Freitag veröffentlichten Interview der Deutschen Welle. Der Koalitionsvertrag nenne das Thema als Teil der „werteorientierten Außenpolitik“ Deutschlands. Die Lage der Christen im Machtbereich der Terrorgruppe ISIS im Irak bezeichnete der CDU-Politiker als „sehr dramatisch“: Sie stünden unter massivem Druck. „Wir haben Informationen darüber, dass Christen gezwungen werden, nach der Scharia zu leben.“ Kauder sagte, das Thema Religionsfreiheit müsse etwa bei Kontakten mit Saudi-Arabien „stärker in den Blick genommen werden“. Zur Frage, warum deutsche Rüstungsexporte in dieses Land möglich seien, sagte er, Saudi-Arabien sei kein Krisenland, sondern ein Faktor der Stabilität in der Region. In der Tat sei Religionsfreiheit dort aber nicht gegeben. Da gebe es „manchmal schon einen scharfen Konflikt“ zwischen der Vertretung allgemeiner politischer Interessen wie der Stabilität in der Region und dem Menschenrecht auf Religionsfreiheit. Zugleich betonte Kauder, dass er sich persönlich für alle religiös Verfolgten einsetze. Entscheidend für die Menschen sei die Freiheit. Diese gebe es nicht ohne Religionsfreiheit. „Das treibt mich an, und ich kümmere mich nicht ausschließlich um Christen.“ Die Christen seien aber weltweit „die am meisten verfolgte Religionsgruppe“. Generell gelte, dass das Thema Religion entgegen der allgemeinen Erwartung in Deutschland „in der weltweiten Politik wieder eine ganz bedeutende Rolle“ spiele, erläuterte Kauder.

    Die ISIS hat nach der Einnahme eines wichtigen Ölfeldes im Nordirak mit dem Verkauf des dort geförderten Rohstoffs begonnen. Das Öl werde seit Donnerstag über die kurdischen Autonomiegebiete in eine örtliche Raffinerie oder an die iranische Grenze transportiert, sagte ein irakischer Polizeichef. Es stamme vom Ölfeld Adschil südwestlich von Kirkuk. ISIS beherrscht in der Region mehrere Ölfelder.