• aktualisiert:

    Religion als Weg der Versöhnung

    New York/Wien (DT/poi) Das in Wien beheimatete „Internationale König Abdullah-Zentrum für Interreligiösen und Interkulturellen Dialog“ (KAICIID) ist im Hinblick auf die dramatischen Vorgänge im Nahen Osten, wo die Terrororganisation „Islamischer Staat“ gegen Christen und andere Nichtmuslime wütet, aktiv geworden: Österreich, Spanien, Saudi-Arabien und der Heilige Stuhl haben in einer gemeinsamen Erklärung jeder Gewalt mit religiösem Motiv eine entschiedene Absage erteilt. Die Erklärung trägt die Unterschrift der Außenminister Sebastian Kurz (Österreich), Gonzalo de Benito Secades (Spanien), Prinz Saud al-Faisal (Saudi-Arabien) sowie von P. Miguel Angel Ayuso Guixot vom Päpstlichen Rat für den Interreligiösen Dialog. Österreich, Spanien und Saudi-Arabien tragen gemeinsam das in Wien beheimatete KAICIID; der Heilige Stuhl hat hier den Status eines „Founding Observer“, also eines Beobachters, der das Zentrum mitbegründet hat.

    New York/Wien (DT/poi) Das in Wien beheimatete „Internationale König Abdullah-Zentrum für Interreligiösen und Interkulturellen Dialog“ (KAICIID) ist im Hinblick auf die dramatischen Vorgänge im Nahen Osten, wo die Terrororganisation „Islamischer Staat“ gegen Christen und andere Nichtmuslime wütet, aktiv geworden: Österreich, Spanien, Saudi-Arabien und der Heilige Stuhl haben in einer gemeinsamen Erklärung jeder Gewalt mit religiösem Motiv eine entschiedene Absage erteilt. Die Erklärung trägt die Unterschrift der Außenminister Sebastian Kurz (Österreich), Gonzalo de Benito Secades (Spanien), Prinz Saud al-Faisal (Saudi-Arabien) sowie von P. Miguel Angel Ayuso Guixot vom Päpstlichen Rat für den Interreligiösen Dialog. Österreich, Spanien und Saudi-Arabien tragen gemeinsam das in Wien beheimatete KAICIID; der Heilige Stuhl hat hier den Status eines „Founding Observer“, also eines Beobachters, der das Zentrum mitbegründet hat.

    „Wir glauben an die Heiligkeit des Lebens und an die inhärente Würde der Person“, heißt es in dem Text, der sich ausdrücklich zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, insbesondere zur Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit bekennt. Weiter bekräftigt die Erklärung: „Wir verurteilen gewalttätige Konflikte in der Welt, umso mehr Gewalt, die im Namen der Religion begangen wird. Wir wenden uns gegen eine Instrumentalisierung von Religion, um Krieg zu führen. Wir verurteilen entschieden den Terrorismus in allen seinen Formen und Ausprägungen, von wem immer, wo auch immer und zu welchem Zweck er begangen wird. Und wir verurteilen Hassrede und Extremismus, die zu Gewalt anstacheln und Vorurteile schüren.“ Die Erklärung wurde einstimmig vom Direktionsrat des KAICIID genehmigt, in dem alle Weltreligionen vertreten sind. Die Unterzeichner bekennen sich dazu, „dass die Religion Respekt und Versöhnung möglich macht“. Der Dialog zwischen Menschen verschiedener Religionen und Kulturen sei „der Weg zu einem dauerhaften Frieden und zum sozialen Zusammenhalt“. Das KAICIID trete gegen den Missbrauch der Religion zur Rechtfertigung von Unterdrückung, Gewalt und Konflikten auf und bemühe sich um friedliche Lösungen durch Verhandlungen.