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    RAF-Terroristin verurteilt

    Karlsruhe/Stuttgart (DT/dpa) Das Urteil gegen die ehemalige RAF-Terroristin Verena Becker wegen des Mordes an Generalbundesanwalt Siegfried Buback ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe habe die Revisionen der Angeklagten und der Nebenkläger als unbegründet verworfen, teilte das Oberlandesgericht (OLG) Stuttgart am Mittwoch mit. Die Bundesanwaltschaft wird prüfen, ob die RAF-Terroristin, die auf freiem Fuß ist, noch in Haft muss.„Wir werden jetzt prüfen, ob die noch verbleibende Freiheitsstrafe zur Bewährung ausgesetzt werden kann“, sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft. Das OLG hatte Becker im Juli 2012 wegen Beihilfe zu dem Attentat zu vier Jahren Haft verurteilt. Davon sind ein Jahr und zwei Monate noch offen. Denn der Ex-Terroristin werden zweieinhalb Jahre einer früheren Verurteilung sowie vier Monate Untersuchungshaft angerechnet. Er befürchte, dass Becker jetzt nicht mehr in Haft müsse, sagte Nebenklagevertreter Matthias Rätzlaff, der den Bruder des Ermordeten vertritt, der dpa. Er zeigte sich von dem Richterspruch enttäuscht. „Doch damit müssen wir wohl leben.“ Er appellierte an die Ex-Terroristin, über das Attentat auszusagen, damit der Mord aufgeklärt werden könne. Die Nebenkläger, zu denen der Sohn des Ermordeten gehört, wollten eine Verurteilung Beckers als Mittäterin erreichen. Der BGH konnte keine Rechtsfehler bei der Verurteilung der Ex-Terroristin erkennen. Die Bundesanwaltschaft hatte die Verwerfung der Revisionen beantragt. Die Verteidiger der Ex-Terroristin hatten beim BGH Fehler bei der Beweiswürdigung und der Behandlung von Beweisanträgen gerügt. Sie waren für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

    Karlsruhe/Stuttgart (DT/dpa) Das Urteil gegen die ehemalige RAF-Terroristin Verena Becker wegen des Mordes an Generalbundesanwalt Siegfried Buback ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe habe die Revisionen der Angeklagten und der Nebenkläger als unbegründet verworfen, teilte das Oberlandesgericht (OLG) Stuttgart am Mittwoch mit. Die Bundesanwaltschaft wird prüfen, ob die RAF-Terroristin, die auf freiem Fuß ist, noch in Haft muss.„Wir werden jetzt prüfen, ob die noch verbleibende Freiheitsstrafe zur Bewährung ausgesetzt werden kann“, sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft. Das OLG hatte Becker im Juli 2012 wegen Beihilfe zu dem Attentat zu vier Jahren Haft verurteilt. Davon sind ein Jahr und zwei Monate noch offen. Denn der Ex-Terroristin werden zweieinhalb Jahre einer früheren Verurteilung sowie vier Monate Untersuchungshaft angerechnet. Er befürchte, dass Becker jetzt nicht mehr in Haft müsse, sagte Nebenklagevertreter Matthias Rätzlaff, der den Bruder des Ermordeten vertritt, der dpa. Er zeigte sich von dem Richterspruch enttäuscht. „Doch damit müssen wir wohl leben.“ Er appellierte an die Ex-Terroristin, über das Attentat auszusagen, damit der Mord aufgeklärt werden könne. Die Nebenkläger, zu denen der Sohn des Ermordeten gehört, wollten eine Verurteilung Beckers als Mittäterin erreichen. Der BGH konnte keine Rechtsfehler bei der Verurteilung der Ex-Terroristin erkennen. Die Bundesanwaltschaft hatte die Verwerfung der Revisionen beantragt. Die Verteidiger der Ex-Terroristin hatten beim BGH Fehler bei der Beweiswürdigung und der Behandlung von Beweisanträgen gerügt. Sie waren für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

    Generalbundesanwalt Buback, sein Fahrer Wolfgang Göbel und der Justizbeamte Georg Wurster waren am 7. April 1977 von einem Motorrad aus mit einem halbautomatischen Gewehr erschossen worden. Wer die beiden Attentäter auf dem Motorrad waren, konnte trotz der Beweisaufnahme vom OLG nicht geklärt werden. Gegen den Ex-Terroristen Stefan Wisniewski als möglichen Mittäter wird noch ermittelt.