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    Pussy Riot-Mitglieder in Straflager verlegt

    Moskau (DT/dpa) Die wegen ihres Protests gegen Kremlchef Wladimir Putin zu zwei Jahren Haft verurteilten Mitglieder der Moskauer Band Pussy Riot sind in weit entfernte Straflager verbannt worden. Die beiden Mütter sollen Berichten zufolge ihre international kritisierte Haftstrafe hunderte Kilometer von ihren Familien entfernt absitzen. Das Untersuchungsgefängnis in Moskau habe den Abtransport bestätigt, sagte gestern Verteidiger Mark Fejgin der Agentur Interfax. Allerdings gebe es noch keine offizielle Bestätigung, wohin die Putin-Gegnerinnen kämen.

    Moskau (DT/dpa) Die wegen ihres Protests gegen Kremlchef Wladimir Putin zu zwei Jahren Haft verurteilten Mitglieder der Moskauer Band Pussy Riot sind in weit entfernte Straflager verbannt worden. Die beiden Mütter sollen Berichten zufolge ihre international kritisierte Haftstrafe hunderte Kilometer von ihren Familien entfernt absitzen. Das Untersuchungsgefängnis in Moskau habe den Abtransport bestätigt, sagte gestern Verteidiger Mark Fejgin der Agentur Interfax. Allerdings gebe es noch keine offizielle Bestätigung, wohin die Putin-Gegnerinnen kämen.

    Bürgerrechtler warnten vor unmenschlichen Haftbedingungen und brutalen Misshandlungen durch Mitgefangene. Nadeschda Tolokonnikowa (22), die eine vierjährige Tochter hat, komme in ein „Höllenlager“ in der Teilrepublik Mordwinien, rund 420 Kilometer südöstlich von Moskau. Das berichtete über Twitter die Künstlergruppe Woina, bei der Tolokonnikowas Ehemann Mitglied ist. Bandkollegin Maria Aljochina (24), Mutter eines fünfjährigen Sohnes, müsse die Strafe in der Stadt Perm am Ural, etwa 1150 Kilometer östlich der Hauptstadt, verbüßen.