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    Pressestimmen am 24. Januar 2019

    Die Kooperation zwischen Frankreich und Deutschland ist natürlich ein Selbstzweck.

    Die Kooperation zwischen Frankreich und Deutschland ist natürlich ein Selbstzweck. Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs haben ihre Staatsoberhäupter nicht aufgehört, die Wunden der Vergangenheit zu heilen und engere Bande zu knüpfen. Die Bevölkerungen haben gelernt, einander trotz der Sprachbarriere kennenzulernen, und das muss in jeder Generation geschehen. Dieselbe Dynamik wird von Emmanuel Macron und Angela Merkel mit Klugheit und Entschlossenheit verfolgt – und das ist notwendig, um sich den Signalen der Abschottung und der Auflösung der Europäischen Union entgegenzustellen. Paris und Berlin verpflichten sich zu größerer Zusammenarbeit, um die Digitalisierung voranzubringen, die Berufsausbildung zu verbessern, den Klimawandel zu bekämpfen, die Sicherheit zu stärken, gemeinsamen die Multilateralität zu verteidigen. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit wird gefördert. Dadurch soll eine attraktive und gemeinsame wirtschaftliche und soziale Entwicklung ermöglicht werden. Es bedarf konkreter Resultate, um die Bevölkerung von diesem Weg zu überzeugen. Dann kann der deutsch-französische Motor ganz Europa Antrieb geben.

    Mit dem Tod im Herzen müssen wir wieder über eine Tragödie von Migranten im Mittelmeer berichten – und über all das, was nicht getan wurde, um sie zu verhindern, und über all das, was gesagt wurde. Die Herren der Gleichgültigkeit und des Zynismus in Italien und in Europa haben sich mit libyschen Schleusern und Bandenchefs verbündet, um Männer, Frauen und Kinder, die sich extremen Gefahren aussetzen, um nicht noch mehr extremes Leid zu erfahren, vor unserer Haustür sterben zu lassen. Und sie haben ihre Entscheidungen eingepackt in hasserfüllte Worte gegenüber den „Gutmenschen“, die auf den sogenannten „NGO-Schiffen“ darum kämpfen, den Tod zu vermeiden.

    Wieder erleben wir, wie Menschenleben und die Wahrheit vernichtet werden. Die Presse berichtet darüber, und die Geschichte wird darüber urteilen. Aber wer keine Worte der Menschlichkeit, des Mitgefühls und des Gebets hat, der möge wenigstens schweigen.

    Viel könnte man schreiben über die weltlichen Leistungen schwarzer Katholiken wie Billie Holiday, Marian Anderson, Rodolphe Desdunes, Homer Plessy, Emmitt Douglas, Ralph Metcalfe und zahlreicher anderer. Aber der Bereich, in dem sie im Verhältnis zu ihrer geringen Zahl wirklich exzellent sind, ist die Hervorbringung von Kandidaten für die Heiligsprechung. Der Diener Gottes Pierre Toussaint (1766-1853) war ein Vertriebener aus Hawaii, der mit seinem weißen Besitzerin nach New York floh, sie durch seinen Friseursalon bis zu ihrem Tod unterstützte und bekannt war für seine Frömmigkeit und seine Unterstützung der Armen. Die Dienerin Gottes Henriette DeLille (1813-1862) war die in New Orleans geborene Gründerin der „Sisters oft he Holy Family“.

    Antrieb für Europa