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    Presse: Sturm macht nicht vor Grenzen halt

    Die Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“ mahnt den Westen, die Probleme in der islamischen Welt nicht zu ignorieren:

    Die Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“ mahnt den Westen, die Probleme in der islamischen Welt nicht zu ignorieren:

    Die wenigen demokratischen Kräfte, die im Nahen Osten und in der islamischen Welt vorhanden sind, werden allein gelassen. Die demokratische Opposition gegen Assad hat keine Waffen, keine Stimme, keinen Rückhalt in Europa und im Westen. Im Gegenteil: Hier erweist sich die Ohnmacht und Bedeutungslosigkeit Europas, ebenso wie in der Ukraine. Dass die Menschen im Irak trotz des Terrors zur Wahl gehen, lässt uns kalt. Wir meinen, es sei klüger, den Sturm vorüberziehen zu lassen. Aber der Sturm wird nicht an unseren Grenzen haltmachen. Er wird über sie hinwegfegen, während wir unsere Augen verschließen vor Fotos mit gekreuzigten Menschen.

    Keine Lösung für Nigeria

    Die Tageszeitung „El Mundo“ (Madrid) schreibt angesichts der Gewalt in Nigeria:

    Was sollen wir tun? Drohnen aussenden, die riesige Wälder abfliegen? Soldaten schicken? Zusammen mit der Armee blutige Kämpfe führen? Eine gewaltsame Invasion vornehmen, wie im Irak, in ein ölproduzierendes Land, das die erste Wirtschaftskraft Afrikas ist? Seit Jahren sind wir gewöhnt an Horrorbilder: Afghanistan, Irak, Sudan, Syrien. Wir werden uns auch an diese gewöhnen – sitzen am Computer und diskutieren lautstark in sozialen Netzwerken.

    Lehre der Kirche deutlich vermitteln

    In Dublin erinnert die Wochenzeitung „The Irish Catholic“ die Bischöfe an ihre Verantwortung in der Vermittlung der kirchlichen Lehre:

    Papst Franziskus möchte, dass mehr Entscheidungen in der Kirche auf lokaler Ebene getroffen werden. Der Vatikan greift jedoch sowieso nur mit Zurückhaltung in diese Dinge ein. Die Karikatur von vergeistigten Klerikern in Rom, die irische Zeitungskolumnen nach Häresien durchforschen, ist lächerlich. Gewöhnlich ist Rom zum Eingreifen gezwungen, wenn örtliche Kirchenautoritäten ein Problem ignorieren. Die Katholiken sind oft verwirrt und wissen nicht, was die Kirche tatsächlich lehrt: das, was der Papst in Rom sagt, oder das, was Pfarrer XY letzten Sonntag gesagt hat? Die Bischöfe nehmen ihre Verantwortung nicht wahr, wenn Katholiken nicht wissen, was die Kirche tatsächlich lehrt.

    Persönlichkeitsentfaltung in der Ehe

    Die Pariser Wochenzeitung „France Catholique“ hebt Johannes Pauls II. hohe Wertschätzung der Frau in der Ehe hervor:

    Wer das Leben Johannes Pauls II. näher kennt, weiß, wie unhaltbar der Vorwurf ist, er habe die Frauen daran hindern wollen, als handelnde Subjekte aufzutreten. Schon in Polen hatte er junge Frauen stets ermutigt, in einer tief durchdachten und erneuerten sakramentalen Ehe ihre Persönlichkeit zum Ausdruck zu bringen. Er, der Edith Stein heiliggesprochen hat und sich einer Genevieve de Gaulle freundschaftlich verbunden fühlte, wusste, wie sehr der weibliche Genius im Licht der Marienverehrung dazu beiträgt, die Menschheit im Zeichen einer großherzig hingeschenkten Liebe leben zu lassen.