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    Presse: Rosenkranz im Alltag beten

    Zum Hochfest Mariä Himmelfahrt schreibt der Londoner „Catholic Herald“:

    Zum Hochfest Mariä Himmelfahrt schreibt der Londoner „Catholic Herald“:

    Wir dürfen die Betrachtung der Aufnahme Mariens in den Himmel nicht nur auf den 15. August beschränken. Das vierte glorreiche Geheimnis des Rosenkranzes ist das Gesätz, in dem wir um die zärtliche Liebe zur Gottesmutter beten. Wenn wir unter der Woche über dieses Geheimnis nachdenken – besonders am Mittwoch, wenn der Alltagsstress uns oft vereinnahmt –, behalten wir die Realität des Himmelreiches eher im Bewusstsein.

    Kinder zu „spenden“ ist illusorischer Trost

    Im Skandal um den Abtreibungsanbieter

    „Planned Parenthood“ fordert das „America Magazine“ mehr Zuwendung für die Mütter:

    Die Abscheu, die wir beim Betrachten dieser Videos empfinden, beweist, dass sie unser Gewissen berühren und uns sagen, dass es nicht nur um Zellhaufen geht, sondern um Personen mit einer Leber, einem Hirn, einem Herzen – und einer Seele. Die verstörenden Bilder sollten uns jedoch auch zum Nachdenken bringen: nicht nur darüber, wie man die Praxis, aus Fetalgewebe Profit zu schlagen, unterbinden kann, sondern auch darüber, wie wir den Kindern und ihren Müttern Zuwendung entgegenbringen können, das über den illusorischen Trost, den Körper des ungeborenen Kindes zu „spenden“, hinausgeht.

    Pluralismus statt militanter Rationalismus

    Die Pariser Tageszeitung „La Croix“ ruft die Christen zur Verteidigung ihres spirituellen Erbes auf:

    Unsere Zivilisation versteht sich als pluralistisch, aber auch im Kontext einer rein rechtlich strukturierten Gesellschaft findet Pluralismus nicht ohne Konfrontationen statt. Unter dem Deckmantel der Laizität versteckt sich oft ein militanter [...] Rationalismus, der das Denken beherrschen will, während andererseits eine starke islamische Präsenz die Grundsätze der säkularisierten Gesellschaft in Frage stellt. Den Christen ist nicht immer klar, welche Haltung sie einnehmen sollen in einem System, dessen Schwächen immer mehr zutage treten. Der Realismus verlangt die Verteidigung des spirituellen Erbes, ohne das unser Land heute anders aussähe und dessen Zerstörung die ganze Nation in Mitleidenschaft zöge.

    Keine oberflächlichen Nettigkeiten

    Der Mailänder „Corriere della Sera“ mahnt die katholische Kirche zur Stellungnahme in der gesellschaftlichen Debatte:

    In einem Land, in dem der Zerfall immer weiter voranschreitet, unterstützt die katholische Kirche die Regierung nicht dadurch, dass sie „gute Worte“ für sie findet, sondern indem sie die Gewissen aufrüttelt. Wenn der religiöse Pluralismus zu Italien gehört, darf man sich nicht damit begnügen, interreligiöse Nettigkeiten zu wiederholen und nach „gemäßigten“ Personen zu suchen, mit denen man oberflächliche Gespräche führen kann. Es bedarf einer Vision: Die Ernsthaftigkeit, mit der die katholische Kirche sich um den Frieden zwischen den Kulturen und den Dialog zwischen den Religionen bemüht, ist das Maß für jeden, der sich dieser Herausforderung stellt.