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    Presse: Moral setzt der Politik Grenzen

    Im Kongo zeigt sich die katholische Wochenschrift „La Semaine Africaine“ entsetzt über die Vorgänge in Libyen:

    Im Kongo zeigt sich die katholische Wochenschrift „La Semaine Africaine“ entsetzt über die Vorgänge in Libyen:

    In der vergangenen Woche hat der Vorsitzende der Kommission der Afrikanischen Union, Jean Ping, von Addis Abeba in Äthiopien aus die Protagonisten der libyschen Krise zum Dialog aufgefordert. Die libyschen Demonstranten haben diese zaghafte Bitte sofort vom Tisch gefegt. Kann man denn mit einem Regime Gespräche führen, das jeden Sinn für das menschliche Leben verloren hat und das nicht zögert, Zivilisten mit Hilfe hochentwickelter Kriegsflugzeuge zu massakrieren? Das ganze Problem liegt in den Grenzen, die durch die moralischen Werte und den gesunden Menschenverstand gesetzt werden. So etwas ist zu Anfang des 21. Jahrhunderts unfassbar; der Politik sind durch die Moral Grenzen gesetzt.

    Angriff auf die elementarste Gerechtigkeit

    Die Wochenzeitung der US-amerikanischen Jesuiten, „America Magazine“, lehnt den Haushaltsplan der Regierung Obama ab:

    Das Budget ist zu behutsam angesetzt. Es enthält Geschenke für die Wohlhabenden wie die Reduzierung der Zinsen bei den Hypotheken für das zweite Eigenheim. Andererseits sind zu viele Kürzungen vorgesehen, die die Menschen mit sehr geringem Einkommen benachteiligen: bei den Heizkostenzuschüssen, bei den Verbesserungen des sozialen Wohnungsbaus und der sozialen Infrastruktur, bei den Ausbildungsförderungsmaßnahmen und bei den Studienkrediten. Das ist ein Angriff auf die elementarste Gerechtigkeit.

    Familie garantiert Erziehung

    Der „Avvenire“ (Mailand) kritisiert eine Stellungnahme von Psychologen gegen die Notwendigkeit familiärer Strukturen für die Erziehung:

    Eigentlich müsste allen klar sein, dass die Fürsorge und der Schutz, auf die Kinder ein Anrecht haben, von einem Elternpaar und einem „normalen“ familiären Umfeld gewährleistet werden sollte – und nicht nur durch den psychologisch begründeten „guten Willen“ Erwachsener, die sich großherzig zur Übernahme der Sorgepflicht bereit erklären. Die Familie ist die Institution, die die geordnete Aufeinanderfolge der Generationen gewährleistet. Das wird schon allein aus der Tatsache ersichtlich, dass sie die Fürsorge für die Kinder sozusagen spontan gewährleistet und nicht aus Gehorsam gegenüber einer rechtlichen Verpflichtung.

    Dem Kreuz bis zum Ende gefolgt

    Die Tageszeitung „The Washington Post“ schreibt einen Nachruf auf den ermordeten pakistanischen Minister Bhatti:

    Das genau war es, was Bhatti tat: Er hat die Rechte der Gläubigen aller Religionen verteidigt, nicht nur seiner eigenen. Aber es war klar, aus welcher Quelle sein mutiger Einsatz für den Pluralismus kam: „Die Taliban sprechen Drohungen gegen mich aus. Aber ich möchte bezeugen und vermitteln, dass ich an Jesus Christus glaube, der sein Leben für uns hingegeben hat. Ich weiß, was das Kreuz bedeutet, und ich folge dem Kreuz nach.“ Er ist dem Kreuz bis zum Ende gefolgt.