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    Presse: Konsistorium für die Universalkirche

    Das Internetportal „Vatican Insider“ kommentiert das von Benedikt XVI. überraschend angekündigte Konsistorium:

    Das Internetportal „Vatican Insider“ kommentiert das von Benedikt XVI. überraschend angekündigte Konsistorium:

    Benedikt XVI. will die größte Kirche Asiens in das Kardinalskollegium einschließen, die größte Kirche des Nahen Ostens, die Kirche in Afrika, die am stärksten unter islamistischen Terrorangriffen leidet, die Kirche im indischen Kerala, die so alt ist wie die Kirche in Rom, in einem Land, wo Christen verfolgt werden, und die Kirche von Kolumbien für den Kontinent, in dem die meisten Katholiken leben. Ebenso will er den „Fall Harvey“ lösen: Der Präfekt des Päpstlichen Hauses will nach langen Dienstjahren unter zwei Päpsten nicht Bischof einer amerikanischen Diözese werden – oder man will ihn nicht.

    Tiefe Bosheit oder Reue?

    Zu den Missbrauchsvorwürfen gegen den verstorbenen katholischen BBC-Moderator Jimmy Savile schreibt „The Catholic Herald“ :

    War er ein böser Mensch, der Gutes tat, weil es ihm Gelegenheit gab, Böses zu tun? Ich hoffe, dies war nicht der Grund für all das Gute, das er getan hat. Ich hoffe, dass er zwischen Gut und Böse hin- und hergerissen war und sein Glaube ihn am Ende zu echter Reue geführt hat. Die Fälle, die jetzt ans Tageslicht kommen, gehen in die Siebzigerjahre oder noch weiter zurück: Hat er gegen Ende seines Lebens sein Verhalten geändert? Ich weiß es nicht. Gott sei Dank sollen wir nicht über andere urteilen, um nicht selbst verurteilt zu werden.

    10 078 Menschenleben gerettet

    Die Mailänder katholische Tageszeitung „Avvenire“ verweist auf eine Tagung zum Lebensschutz in Italien:

    Als sie an die Tür der Welt klopften, waren ihre Aussichten nicht rosig: ungeborene Kinder von Immigrantinnen, arbeitslosen, alleinstehenden Müttern. Ihre Geschichte drohte zu enden, bevor sie begonnen hatte. Letztes Jahr wurden 10 078 von ihnen geboren, dank der Lebenshilfezentren in ganz Italien, die gegenwärtig bei Rimini tagen. In den Medien wird man kaum etwas darüber hören: Diese 10 078 Menschen wurde, nicht im Reagenzglas gezeugt, sind nicht um jeden Preis gewollt, haben nicht zwei Mütter und einen Vater, den sie nie zu Gesicht bekommen werden. Vielmehr drohte ihnen die Vernichtung, im Zeichen des Widerspruchs, unter dem die Mutterschaft im Westen heute steht: Wenn du gewollt bist, bist du mein Kind, sonst bist du nichts.

    Fanatiker setzen Nation unter Druck

    In Lagos verurteilt die Tageszeitung „The Guardian“ die zahlreichen Anschläge auf Kirchen im Land:

    Alle wahren Muslime sollten zutiefst beunruhigt darüber sein, dass es einer Hand voll Fanatikern gelingt, die gesamte Nation unter Druck zu setzen, nur weil sie anders denken als die übrigen Bürger. Der Islam ist eine Religion des Friedens, erkennt religiöse Unterschiede an und ist tolerant. Da er die vorsätzliche Tötung von Menschen unter jeglichem Vorwand verabscheut, können Mörder und Selbstmordattentäter sich nicht auf den Islam berufen. Sie sollten zu einer Umkehr des Herzens gelangen, den Geboten Allahs gemäß.