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    Presse: Keine Fürsten, sondern Würdenträger

    Die Zeitung „Avvenire“ (Mailand) schreibt anlässlich des Konsistoriums zur Ernennung neuer Kardinäle:

    Die Zeitung „Avvenire“ (Mailand) schreibt anlässlich des Konsistoriums zur Ernennung neuer Kardinäle:

    Wie weit ist die Zeit entfernt, in der man meinte, die Kardinäle seien wie Fürsten an einem Königshof. Die nachkonziliare Kirche hat ihre Funktion von den Verkrustungen der Jahrhunderte befreit. Und Franziskus, der bereits im Konsistorium 2014 vor „höfischem Verhalten“ gewarnt hatte, hat 2015 seine Rede fortgesetzt. Der Kardinalspurpur ist eine „Würde“ und kein „Ehrentitel“. Er verschließt nicht in stolzer Eitelkeit, ist aber auch kein überflüssiger Schmuck.

    Demokratie muss Religionen schützen

    In Paris kommentiert die Tageszeitung „La Croix“ den Terroranschlag in Kopenhagen:

    Hoffen wir, dass das französische Volk seine Solidarität mit der dänischen Demokratie deutlich bekundet – einer Demokratie, die im II. Weltkrieg besonders vorbildlich war, als sie für die Rettung der Juden während der Besetzung durch die Nazis sorgte. Ebenso müssen sich heute alle Europäer dafür einsetzen, ihre Mitbürger zu schützen, die aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft vom Tode bedroht sind.

    Wer Krieg sät, erntet Gewalt

    Die „National Catholic Reporter“ verweist auf die Verantwortung der US-Politik angesichts der Krisenherde in der Welt:

    Ist es Ironie des Schicksals oder das Wirken des Heiligen Geistes, dass die Anerkennung von Erzbischof Romero als Märtyrer die Titelseiten der Zeitungen mit dem Bericht teilt, dass die US-Regierung ihre jahrzehntelange Anwendung der Folter noch immer vertuscht? Das ruft unsere Mitverantwortung für die Schrecken in Mittelamerika in den 1970er und 1980er Jahren ins Gedächtnis. Romero hatte Präsident Carter eindringlich gebeten, keine Waffen mehr nach El Salvador zu liefern. Wir erkennen erst jetzt die tiefen Wunden, die unsere Außenpolitik in jener Region hinterlassen hat, wo das Trauma jener Zeit sich heute niederschlägt in Form von sozialer Instabilität, Kriminalität und Gewalt. Welche Narben werden unsere Kriege in Afghanistan und Irak, unsere Drohnenangriffe und unsere Folter hinterlassen, welche Folgen wird all das in den nächsten Jahrzehnten haben? Ist der Islamische Staat in Syrien vielleicht erst der Anfang von dem, was unser Kriegstreiben gesät hat?

    Down-Syndrom-Kinder bringen Liebe mit

    Der „Catholic Weekly“ (Sydney) ruft Familien mit Down-Syndrom-Kindern auf, sich für deren Lebensschutz zu engagieren:

    Schätzungsweise 67 bis 92 Prozent der Frauen brechen die Schwangerschaft ab, wenn ihr ungeborenes Kind mit dem Down-Syndrom diagnostiziert wird. Ebenso wie die Lebensschützer gegen Abtreibung demonstrieren, sollten sich Familien mit Down-Syndrom-Kindern dafür einsetzen, Paare, bei deren ungeborenem Kind das Down-Syndrom diagnostiziert wurde, davon zu überzeugen, das Leben ihres Kindes nicht zu beenden. Die Ärzte können dem Paar zwar sagen, welche Herausforderungen ein Kind mit Down-Syndrom mit sich bringt, aber sie können nichts sagen über die Liebe, die es mit sich bringt.