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    Presse: Journalismus bedeutet Verantwortung

    Über die Einstellung des Boulevardblattes „News of the World“ zeigt sich die englische Wochenzeitung „The Catholic Herald“ erleichtert:

    Über die Einstellung des Boulevardblattes „News of the World“ zeigt sich die englische Wochenzeitung „The Catholic Herald“ erleichtert:

    Der Journalismus, auch der Boulevardjournalismus, ist – das wusste schon George Orwell – ein verantwortungsvolles Handwerk. Ein lüsterner Exklusivbericht über das traurige Leben einer vom Ruhm zerstörten Jane Goody oder eine sogenannte „Selbstschutzkampagne“ gegen Pädophilie gehören nicht dazu. Aus welchem Grund auch immer die „News of the World“ plötzlich eingestellt wurde – es geschah eher aus strategischen Gründen als aus Scham – man darf auf jeden Fall froh sein darüber.

    Sozialer Kampf in China immer größer

    „Asia News“, das Internetportal des Päpstlichen Missionswerkes, prangert Missstände in der chinesischen Wirtschaft an:

    Unternehmern, die in China investiert haben, werden früher oder später die Patente entzogen. Um nach China hineinzukommen, müssen Bestechungsgelder von bis zu 25 Prozent des Umsatzes gezahlt werden. Die chinesische Führung verweigert politische Reformen und Menschenrechte und stellt sich stattdessen auf einen immer größeren sozialen Kampf ein. Die 180 000 Aufstände, die jedes Jahr im Land ausbrechen, sind nur ein winziger Bruchteil dessen, was passieren wird, wenn China und die Welt einander weiterhin umgarnen, um gemeinsam das chinesische Volk auszubeuten und seine Menschenrechte und religiösen Rechte zu unterdrücken.

    Kuba: Konsens dringend erforderlich

    „Espacio Laical“, das Presseorgan des Laienrates der Erzdiözese Havanna, drängt auf einen Dialogprozess in Kuba:

    Sind wir Kubaner bereit, weiterhin unter dem Sozialismus zu leben? Das hängt davon ab, welche Art von Sozialismus gemeint ist. Sicher wollen wir nicht den vertikalen, bürokratischen Sozialismus, der dem Land keinen Wohlstand und den Bürgern keine Selbstverwirklichung gewährt. Die kubanische Regierung muss einen erweiterten Dialogprozess fördern, an dem die Mehrheit der Kubaner – in der Heimat und im Exil – beteiligt ist, um zu einem tragfähigen Konsens zu gelangen. Das wäre ein Dienst an der Nation und gäbe ihr auch die Möglichkeit, als politische Schicht zu überleben.

    Andrew Cuomo und Thomas More

    Die US-amerikanische Wochenzeitung „The National Catholic Register“ übt Kritik am Gouverneur des Bundesstaates New York:

    Die Demokraten brauchen „Katholiken“ wie Andrew Cuomo, damit ihr Parteiprogramm nicht als „antikatholisch“ oder als gegen sittliche und gesellschaftliche Werte gerichtet gebrandmarkt wird. Sein Vater Mario Cuomo schlug zuerst diesen Weg ein und stellte seine Kirche öffentlich in Frage. Seitdem sieht man täglich Katholiken, die sich „mutig“ für Abtreibung, embryonale Stammzellenforschung und gleichgeschlechtliche „Ehe“ aussprechen. Schön, dass ein Porträt des heiligen Thomas More, Schutzpatron der Staatsmänner und Politiker, auf dem Schreibtisch des Gouverneurs steht. Es ist jedoch kein Beweis dafür, dass Cuomo das Wesen des Heiligen erfasst hat.