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    Presse: Historische Fehler nicht wiederholen

    Der Londoner „Catholic Herald“ zieht einen Vergleich zwischen heutigen Asylsuchenden und verfolgten Juden im Dritten Reich:

    Der Londoner „Catholic Herald“ zieht einen Vergleich zwischen heutigen Asylsuchenden und verfolgten Juden im Dritten Reich:

    Die meisten Länder hielten die Tore geschlossen für die große Mehrheit der Juden, die vor der Verfolgung fliehen wollten. Die Resultate kennen wir alle. Machen wir angesichts der Verfolgung, die viele Menschen heute erleiden, wieder denselben Fehler? Natürlich gibt es einen Unterschied zwischen Asylsuchenden und Wirtschaftsmigranten, und dieser Unterschied ist schwer zu bestimmen. Aber sind wir angesichts dessen, was Menschen auf sich nehmen, um aus Ländern wie Syrien und Eritrea zu fliehen, nicht zu hart, wenn wir mit ihrer Verzweiflung konfrontiert sind?

    Merkel für Deutschland und Europa

    Die Zeitung „Famiglia Cristiana“ lobt Merkels klare Haltung in der Flüchtlingspolitik:

    Angela Merkels klare Positionierung – sie hat das Dublin-Abkommen außer Kraft gesetzt, um Flüchtlinge aus Syrien ins Land zu lassen, und gleichzeitig deutsche Ausländerfeinde und Neonazis, die in Deutschland agitieren, zurechtgewiesen – stellt die Kanzlerin über ihre Kollegen in Europa. Nicht auf moralischer Ebene, weil sie „besser und großherziger“ wäre als die anderen. Sondern weil ihren Entscheidungen eine Idee von Deutschland und von Europa zugrunde liegt: von einem Land, das viel gearbeitet hat, um mächtig zu werden, aber auch die eigene Verantwortung wahrnimmt (2014 war Deutschland das europäische Land, das die meisten Flüchtlinge aufgenommen hat), und von einem Europa, das nicht vor den Problemen flieht, sondern versucht, sich ihnen zu stellen und sie zu lösen.

    Nicht dem Kaiser geben, was Gottes ist

    Die US-Wochenzeitung „Crisis Magazine“ lenkt die aktuelle Diskussion um die katholische Ehelehre auf die Nachfolge Christi:

    Solange wir nicht ernsthaft versuchen, Christus nachzufolgen und die notwendigen Opfer zu akzeptieren, ist es Zeitvergeudung, die Ehe vor den Homosexuellen „retten“ zu wollen: Sie sind es nicht, die sie zerstören. „Was die Ehe betrifft, so werden wir nicht dem Kaiser geben, was Gottes ist“, sagte der evangelikale Theologe Staver. Eben das haben wir jedoch bereits getan.

    Kritisches Denken lernen

    Die koptische Zeitung „Watani“ (Kairo) ruft zu einer Bildungsreform in Ägypten auf:

    Die Befreiung unseres Denkens erfordert einen Bildungsprozess, aus dem Ägypter hervorgehen, die fähig sind, moderne Werte und Vielfalt zu begreifen und mit ihnen zurechtzukommen und gleichzeitig immun zu sein gegenüber den Versuchen von Religionsführern, sich des ägyptischen Denkens wieder zu bemächtigen. Das ist Ägyptens wichtigstes nationales Projekt. Es bedarf dazu der Vereinigung aller staatlichen Kräfte und der Menschen, die hinter ihnen stehen. Ein Bildungssystem, das die Ägypter zu einem kritischen Denken führt, kann nur durch langfristige Planung erreicht werden, damit die Ägypter am Ende einen aktiven Beitrag zum menschlichen Wissen leisten und sich nicht mit der Empfängerrolle zufriedengeben.