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    Presse: Der Macht mit Wahrheit begegnet

    Die US-amerikanische Tageszeitung „The Washington Post“ kommentiert den Besuch von Obama bei Papst Franziskus:

    Die US-amerikanische Tageszeitung „The Washington Post“ kommentiert den Besuch von Obama bei Papst Franziskus:

    Präsident Obama reiste zum Heiligen Stuhl in der Hoffnung, dass etwas von der Popularität des Papstes auf ihn abfärben würde. Aber die Demut von Papst Franziskus und seine fromme Hingabe an seine Herde lassen sich nicht übertragen, besonders nicht auf einen Präsidenten, der zuhause die Religionsfreiheit so sehr missachtet. Das Weiße Haus stellte es wie eine Begegnung im Nationalkomitee der Demokraten dar und sinnierte über Gespräche über Ungleichheit. Aus dem Vatikan verlautete nichts dergleichen. Der Papst kam Obama keinen Schritt entgegen. Er begegnete der Macht mit Wahrheit. Bravo, Eure Heiligkeit!

    Hollande muss Armut bekämpfen

    In Paris schreibt die katholische Tageszeitung „La Croix“ zum Wahldesaster für die Regierung Hollande in den Kommunen:

    Die Pflicht, die der Regierung auferlegt ist – und für die Hollande am Ende beurteilt werden wird –, ist der Kampf gegen Arbeitslosigkeit und Armut. Auf dieses Ziel müssen alle Bemühungen ausgerichtet sein. Es wird nicht von ihm verlangt, im Hinblick auf gesellschaftliche Fragen „die Zivilisation zu verändern“ – mit der Gefahr, die französische Gesellschaft zu spalten. Diese muss vereint werden, um stärker zu sein.

    Rechenschaft für Kinderschutz

    „The Irish Catholic“ (Dublin) begrüßt die Berufung des Missbrauchsopfers Marie Collins in die Päpstliche Kommission für den Kinderschutz:

    Rechenschaft ist der Schlüssel zum Erfolg der Kommission. Vielleicht kann das Kirchenrecht geändert werden, um Bischöfe und Ordensobere stärker zur Rechenschaft zu ziehen, wenn sie ihre Pflicht vernachlässigen. Es ist inakzeptabel, dass dort, wo Normen existieren, diese nicht befolgt werden. Marie Collins hat bereits gesagt, wo ihrer Ansicht nach die Priorität der Kommission liegen muss: in „starken Maßnahmen weltweit zum Schutz von Kindern, einschließlich von Sanktionen für jedes führende Mitglied der Kirche, das diese Regeln missachtet“.

    Neuer Turmbau zu Babel

    „Avvenire“ (Mailand) mahnt zur Unterscheidung von guter und schlechter Arbeit:

    Nicht jede Solidarität und Zusammenarbeit ist gut, und nicht jede Arbeit ist gut: Die Arbeit der Maurer und Ingenieure beim Turmbau zu Babel stand nicht unter dem Segen; sie wurde zunichte gemacht. Die Arbeiten, die heute hervorgebracht werden von mächtigen Imperien des organisierten Verbrechens, der Pornografie, des Glücksspiels, der todbringenden Unternehmen, der Kriege, der Prostitution – all diese Arbeiten stehen nicht unter dem Segen; wir müssen sie zunichte machen. Die Arbeiten dieser Imperien sind Sklavenarbeiten, gestern wie heute. Die Formen der Sklaverei und der Imperien wandeln sich, aber ihre Zeichen und ihre Früchte bleiben gleich. Der Irrtum von Babel bestand darin, unter Gleichgesinnten das Heil zu suchen: alle „hatten die gleiche Sprache und gebrauchten die gleichen Worte“ (Gen 11,1).