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    Presse: Confessio Papae

    Die katholische Tageszeitung „Avvenire“ (Mailand) schreibt zum Erscheinen des Papstinterviews „Licht der Welt“:

    Die katholische Tageszeitung „Avvenire“ (Mailand) schreibt zum Erscheinen des Papstinterviews „Licht der Welt“:

    Der Papst tritt aus dem Mythos heraus und in den Realismus des Glaubens hinein: bewegt, zuweilen erstaunt, beeindruckt, unter der Last der enormen Verantwortung, den weltlichen Mächten gegenüberzutreten, zuweilen mit einem Lächeln der Treue zu seinem Amt, das er für uns alle ausübt. Man muss die Partitur dieses improvisierten Konzertes, die die Kontrapunkte des Mannes Gottes, dem das Papstamt anvertraut ist, zum Erklingen bringt, zunächst einmal – als Ganze – auf sich einwirken lassen. Die Musik dieser „confessio Papae“ ist seine ureigenste Lehre für das Christentum und unsere Zeit.

    Vormarsch der Belanglosigkeiten

    „America Magazine“, die Wochenschrift der Jesuiten in den Vereinigten Staaten, mahnt zur Beachtung der großen Bedeutung der Medien für die Demokratie:

    Der Rolle der Medien in unserer Demokratie muss Beachtung geschenkt werden. Der Vormarsch von „Fox News“ bedarf genauer Prüfung. Die Printmedien sind in einer schwierigen Lage. Das schadet der Demokratie, denn in der Vergangenheit bot die Presse den Wählern gründliche Analysen der politischen Positionen, Programme und sozialen Missstände, mit denen die Nation konfrontiert war. Heute beziehen zu viele Amerikaner ihre tägliche Information ausschließlich von Fox, das bekanntlich 24 Stunden lang belanglose oder frei erfundene „Nachrichten“ sendet.

    Dankbarkeit in der Krise?

    In Dublin erinnert die Wochenzeitung „The Irish Catholic“ anlässlich der Wirtschaftskrise im Land an christliche Werte:

    Wofür sollen wir dankbar sein in einer Rezession, bei steigenden Preisen für Staatsanleihen, Arbeitslosigkeit, enttäuschten Erwartungen für Leben, Familie, Karriere? Dankbarkeit ist die Fähigkeit zu sagen, dass ich genug habe – das Gegenteil der Gier, die die Seele unserer Gesellschaft zerstört hat.

    Verbrechen gegen die Menschlichkeit

    Die katholische Tageszeitung „La Croix“ (Paris) kommentiert den Kriegsverbrecherprozess gegen den Kongolesen Jean-Pierre Bemba in Den Haag:

    Die modernen Kriege betreffen vor allem die Zivilbevölkerung, Frauen und Kinder. Plünderungen, Brandschatzungen von Feldern und Dörfern und sexuelle Übergriffe lassen sie immer mehr verelenden und treiben sie auf die Straßen, ohne Hab und Gut. Zurückbleibende Landminen bringen auch lange nach dem Ende der Auseinandersetzungen noch Tod und Vernichtung; ebenso fügen Vergewaltigungen Körper und Seele bleibenden Schaden zu. Wie gegen die Minen muss die internationale Gemeinschaft auch gegen sie mobilmachen. Ein Prozess kann nicht die Wunden heilen, aber er bringt zu Bewusstsein, dass Vergewaltigungen keine „Begleitschäden“ sind: Es sind Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die nicht ungestraft bleiben dürfen.