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    Papst schafft neue Kurienbehörde

    Vatikanstadt (DT/KNA/KAP) Papst Franziskus setzt die Reform der römischen Kurie fort und hat eine neue vatikanische Großbehörde für Laien, Familie und Leben geschaffen. Ein entsprechendes päpstliches Schreiben in Form eines sogenannten Motu proprio veröffentlichte der vatikanische Pressesaal am Mittwoch. In ihr werden die bisherigen Räte für die Laien und für die Familie zusammengeführt, denen die Akademie für das Leben angegliedert wird. Sie soll unter Leitung eines Präfekten, eines Sekretärs sowie drei Sektionschefs im Rang von Untersekretären stehen. Das neue Ministerium soll bereits zum 1. September seinen Dienst aufnehmen.

    Papst Franziskus. Foto: dpa

    Vatikanstadt (DT/KNA/KAP) Papst Franziskus setzt die Reform der römischen Kurie fort und hat eine neue vatikanische Großbehörde für Laien, Familie und Leben geschaffen. Ein entsprechendes päpstliches Schreiben in Form eines sogenannten Motu proprio veröffentlichte der vatikanische Pressesaal am Mittwoch. In ihr werden die bisherigen Räte für die Laien und für die Familie zusammengeführt, denen die Akademie für das Leben angegliedert wird. Sie soll unter Leitung eines Präfekten, eines Sekretärs sowie drei Sektionschefs im Rang von Untersekretären stehen. Das neue Ministerium soll bereits zum 1. September seinen Dienst aufnehmen.

    Zum Präfekten der neuen Behörde ernannte Franziskus den Bischof von Dallas/USA, Kevin Joseph Farrell (68), einen irischen Priester. Der Chef der neuen Kurienbehörde wurde am 2. September 1947 in Dublin geboren. Er besuchte die High School der Schulbrüder in Drimnaghi. In den 1980er Jahren unterstützte er die Erzdiözese Washington bei der Betreuung spanischsprechender Priester. 1984 wurde er in den Washingtoner Klerus übernommen und war Pfarrer in Olney, Bethesda und Washington DC 1985 wurde er Direktor des spanischen katholischen Zentrums in Washington, einer Einrichtung zur Betreuung neuer Einwanderer bei Rechtshilfe, Bildung, Beschäftigung und medizinischer Unterstützung. 1987 bis 1988 war Farrell Direktor der Caritas, von 1989 bis 2001 war er Finanzsekretär der Erzdiözese Washington, 1995 Generalvikar. Papst Johannes Paul II. ernannte Farrell zum Titularbischof von Rusuccuru und zum Weihbischof in Washington. Am 6. März 2007 wurde er von Papst Benedikt XVI. zum siebten Bischof von Dallas ernannt. Kevin Farrell spricht neben Englisch auch Italienisch und Spanisch. Sein Bruder Brian Farrell LC ist Kurienbischof und seit 2002 Sekretär des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen.

    Erst Mitte Juni hatte Papst Franziskus bei einer Audienz für den Päpstlichen Laienrat eine bessere Unterstützung für Laien gefordert. Es gebe viele katholische Nichtgeistliche „guten Herzens“, die sich gern dem „Dienst des Evangeliums“ widmen würden, „wenn sie einbezogen, wertgeschätzt und mit Zuneigung von Seite der Priester und kirchlichen Institutionen begleitet würden“, sagte er während der Audienz. „Wir brauchen Laien, die etwas riskieren, die sich die Hände schmutzig machen, die keine Angst davor haben, auch mal einen Fehler zu machen, die vorwärtsgehen“, so Franziskus weiter. Die Kirche brauche Laien „mit einer Zukunftsvision, nicht eingeschlossen in die kleinen Dinge des Lebens“.

    Erneut stand diesmal eine andere Großbehörde auf der K9-Tagesordnung. Der in den Planungen mehrfach geänderte Titel soll nun „Caritas, Gerechtigkeit und Frieden“ lauten. Zusammengeführt werden darin die bisherigen vier Räte „Iustitia et Pax“, „Cor unum“ sowie für Migranten und Krankenpastoral.

    Unklar scheint unterdessen, welchen Status die neue Behörden haben und ein „Rat“ mit beratender Funktion oder eine „Kongregation“ mit Entscheidungsfunktion sein sollen. Im Motu proprio verwendet der Vatikan den vagen Terminus „Dikasterium“.