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    Obama: Haben IS unterschätzt

    Washington/Kobane (DT/dpa) US-Präsident Barack Obama räumt ein, dass die USA die Terrormiliz „Islamischer Staat“ unterschätzt haben. Zugleich sei die Fähigkeit des irakischen Militärs überschätzt worden, die Organisation zu stoppen, sagte er. In einem CBS-Interview wurde Obama nach Angaben des Senders danach gefragt, ob er eine entsprechende Einschätzung des nationalen Geheimdienstdirektors James Clapper teile. „Das trifft zu“, antwortete Obama. „Das trifft absolut zu.“

    Washington/Kobane (DT/dpa) US-Präsident Barack Obama räumt ein, dass die USA die Terrormiliz „Islamischer Staat“ unterschätzt haben. Zugleich sei die Fähigkeit des irakischen Militärs überschätzt worden, die Organisation zu stoppen, sagte er. In einem CBS-Interview wurde Obama nach Angaben des Senders danach gefragt, ob er eine entsprechende Einschätzung des nationalen Geheimdienstdirektors James Clapper teile. „Das trifft zu“, antwortete Obama. „Das trifft absolut zu.“

    CBS bezeichnete die Äußerung des Präsidenten als eine der offensten, die er bisher zum Aufstieg des IS gemacht habe. Obama führte das Erstarken der Terrormiliz unter anderem auf das syrische Bürgerkriegschaos zurück, das der Gruppe Raum zum Wachsen gegeben habe. Zudem sei es der Sunnitenmiliz gelungen, ausländische Kämpfer aus verschiedenen Ländern in Syrien zu versammeln. „Und so wurde es Ground Zero für Dschihadisten aus aller Welt.“ Die US-Armee hatte Anfang vergangener Woche ihre Angriffe auf die Extremisten vom Irak auf Syrien ausgedehnt. Fünf arabische Staaten unterstützen die USA dabei. Die Terrormiliz beherrscht in Syrien und im Irak riesige Gebiete und hat dort ein „Kalifat“ ausgerufen. Ziel der USA ist es, den IS in beiden Ländern zu zerstören.

    Die Terrormiliz rückt unterdessen immer näher an die kurdische Stadt Ain al-Arab (kurdisch: Kobane) im Norden Syriens heran. Die Extremisten seien nur noch vier bis sieben Kilometer von dem Ort entfernt, sagte der Vorsitzende der selbst ernannten Regionalregierung des Gebiets, Anwar Muslim, der Nachrichtenagentur dpa am Montag am Telefon. Sie griffen Kobane aus allen Richtungen an. Die Terrormiliz setze dabei schwere Artillerie ein. Die Dschihadisten versuchen seit Tagen, Ain al-Arab einzunehmen. Vor mehr als einer Woche hatten sie Dutzende Dörfer im Umland unter ihre Kontrolle gebracht und eine Massenflucht Richtung Türkei ausgelöst.

    Die Orte liegen an der türkischen Grenze in einer Enklave, die bisher von den kurdischen Volksschutzeinheiten beherrscht wurde. Auf der türkischen Seite der Grenze schlug am Montag erneut mindestens eine Mörsergranate aus der umkämpften syrischen Region ein. Im Distrikt Suruc sei ein Geschoss etwa einen Kilometer von der syrischen Grenze entfernt auf freiem Feld detoniert, berichtete die Agentur DHA.