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    „Migrantenkinder benachteiligt“

    Berlin (DT/KNA) Migrantenkinder sind nach einer Studie des Paritätischen Wohlfahrtsverbands in deutschen Schulen „strukturell diskriminiert und benachteiligt“. Der Verband forderte am Mittwoch in Berlin durchgreifende Strukturreformen und die Einbeziehung von Zuwandererorganisationen in Bildungsdebatten. Barbara John vom Vorstand des Paritätischen Gesamtverbandes betonte, trotz aller Fortschritte bei der schulischen Bildung lägen Kinder aus Einwandererfamilien „nach wie vor weit zurück“ gegenüber ihren einheimischen Altersgenossen. Laut Studie schneiden Jugendliche mit Migrationshintergrund sowohl bei den formalen Bildungsabschlüssen als auch in Studien deutlich schlechter ab als andere Jugendliche. So sei seit dem Jahr 2000 bei ausländischen Schülern der Anteil derer mit Hauptschulabschluss gerade einmal von 41,9 auf 40,3 Prozent gesunken, der Anteil der Schüler mit Abitur von 8,7 auf 10,7 Prozent gestiegen. Bei deutschen Schülern fielen die Veränderungen weit deutlicher aus. Der Anteil der Hauptschüler ging von 25 auf 20,8 Prozent zurück, der Anteil der Abiturienten legte von 25 auf 30,5 Prozent zu. Nach Angaben der Parität sind nur 2,9 Prozent der Studenten an deutschen Hochschulen Ausländer, die in Deutschland ihre Hochschulreife erworben haben.

    Berlin (DT/KNA) Migrantenkinder sind nach einer Studie des Paritätischen Wohlfahrtsverbands in deutschen Schulen „strukturell diskriminiert und benachteiligt“. Der Verband forderte am Mittwoch in Berlin durchgreifende Strukturreformen und die Einbeziehung von Zuwandererorganisationen in Bildungsdebatten. Barbara John vom Vorstand des Paritätischen Gesamtverbandes betonte, trotz aller Fortschritte bei der schulischen Bildung lägen Kinder aus Einwandererfamilien „nach wie vor weit zurück“ gegenüber ihren einheimischen Altersgenossen. Laut Studie schneiden Jugendliche mit Migrationshintergrund sowohl bei den formalen Bildungsabschlüssen als auch in Studien deutlich schlechter ab als andere Jugendliche. So sei seit dem Jahr 2000 bei ausländischen Schülern der Anteil derer mit Hauptschulabschluss gerade einmal von 41,9 auf 40,3 Prozent gesunken, der Anteil der Schüler mit Abitur von 8,7 auf 10,7 Prozent gestiegen. Bei deutschen Schülern fielen die Veränderungen weit deutlicher aus. Der Anteil der Hauptschüler ging von 25 auf 20,8 Prozent zurück, der Anteil der Abiturienten legte von 25 auf 30,5 Prozent zu. Nach Angaben der Parität sind nur 2,9 Prozent der Studenten an deutschen Hochschulen Ausländer, die in Deutschland ihre Hochschulreife erworben haben.

    John sagte, das Bildungssystem fördert soziale Spaltung und zementiere soziale Ungleichheiten. Kinder aus schwierigen sozialen Verhältnissen blieben an den Schulen und Hochschulen „schwer benachteiligt“, für Migrantenkinder gelte das doppelt. Die Schulen ignorierten das Potenzial der Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund weitestgehend. Sie verwies besonders darauf, dass sechs Prozent der deutschen, aber 15 Prozent der ausländischen Schüler die Schule ohne jeden Abschluss verlassen.