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    Mehrheit für verschärfte Abschiebehaft

    Berlin (DT/dpa) Eine deutliche Mehrheit der Deutschen befürwortet einer Umfrage zufolge die geplante Ausweitung der Abschiebehaft für Gefährder, deren Asylantrag abgelehnt wurde. Nach dem am Freitag veröffentlichten ZDF-„Politbarometer“ unterstützen 88 Prozent entsprechende Pläne der Bundesregierung. Gegen die Verschärfung sprachen sich neun Prozent aus. Rund drei Wochen nach dem Berliner Terroranschlag hatten Justizminister Heiko Maas (SPD) und Innenminister Thomas de Maiziere (CDU) am Dienstag eine härtere Gangart gegen ausreisepflichtige Gefährder angekündigt. Bei fehlenden Passersatzpapieren der Herkunftsländer sollen diese künftig länger als bisher in Abschiebehaft genommen werden können als bisher. An der gesetzlichen Höchstdauer von 18 Monaten wollen sie aber festhalten. Der Attentäter Anis Amri hatte am 19. Dezember in Berlin zwölf Menschen getötet. Er war als Gefährder eingestuft und ausreisepflichtig. Amri konnte aber nicht abgeschoben werden, weil sein Heimatland Tunesien ihm keine Papiere ausgestellt hatte. Laut der Umfrage sind 51 Prozent der Bürger der Ansicht, dass in Deutschland zu wenig für den Schutz vor Terroranschlägen getan werde. 44 Prozent der 1 292 Befragten hielten die Maßnahmen für ausreichend. Unterdessen fordert CDU-Parteivize Thomas Strobl eine unbeschränkte Abschiebehaft für Gefährder und Kriminelle. Strobl, der auch Innenminister in Baden-Württemberg ist, sagte der „Welt“ (Freitag): „Wer seine Identität verschleiert und täuscht, wer kriminell ist, wer in der Gefährderszene unterwegs ist, muss sofort aus dem Asylverfahren herausgenommen werden. Ende und Aus. Bis zur Ausreise müssen diese Leute in Abschiebehaft.“ Auf die Frage, ob die gesetzliche Befristung fallen soll, antwortete er: „Ganz klares Ja.“

    Berlin (DT/dpa) Eine deutliche Mehrheit der Deutschen befürwortet einer Umfrage zufolge die geplante Ausweitung der Abschiebehaft für Gefährder, deren Asylantrag abgelehnt wurde. Nach dem am Freitag veröffentlichten ZDF-„Politbarometer“ unterstützen 88 Prozent entsprechende Pläne der Bundesregierung. Gegen die Verschärfung sprachen sich neun Prozent aus. Rund drei Wochen nach dem Berliner Terroranschlag hatten Justizminister Heiko Maas (SPD) und Innenminister Thomas de Maiziere (CDU) am Dienstag eine härtere Gangart gegen ausreisepflichtige Gefährder angekündigt. Bei fehlenden Passersatzpapieren der Herkunftsländer sollen diese künftig länger als bisher in Abschiebehaft genommen werden können als bisher. An der gesetzlichen Höchstdauer von 18 Monaten wollen sie aber festhalten. Der Attentäter Anis Amri hatte am 19. Dezember in Berlin zwölf Menschen getötet. Er war als Gefährder eingestuft und ausreisepflichtig. Amri konnte aber nicht abgeschoben werden, weil sein Heimatland Tunesien ihm keine Papiere ausgestellt hatte. Laut der Umfrage sind 51 Prozent der Bürger der Ansicht, dass in Deutschland zu wenig für den Schutz vor Terroranschlägen getan werde. 44 Prozent der 1 292 Befragten hielten die Maßnahmen für ausreichend. Unterdessen fordert CDU-Parteivize Thomas Strobl eine unbeschränkte Abschiebehaft für Gefährder und Kriminelle. Strobl, der auch Innenminister in Baden-Württemberg ist, sagte der „Welt“ (Freitag): „Wer seine Identität verschleiert und täuscht, wer kriminell ist, wer in der Gefährderszene unterwegs ist, muss sofort aus dem Asylverfahren herausgenommen werden. Ende und Aus. Bis zur Ausreise müssen diese Leute in Abschiebehaft.“ Auf die Frage, ob die gesetzliche Befristung fallen soll, antwortete er: „Ganz klares Ja.“