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    Mehr „Wahlfreiheit“ bei Kindstötungen

    Würzburg (DT/reh) Die Zulassung der Abtreibungspille Mifegyne, vormals RU 486, die in Deutschland derzeit bis zum 49. Tag nach Beginn der letzten Monatsblutung eingesetzt werden darf, wird europaweit vereinheitlicht. Ab 1. Juli soll das Präparat auch in Deutschland zum Zweck einer vorgeburtlichen Kindstötung bis zum 63. Tag eingesetzt werden können. Die Abtreibungspille war Anfang der achtziger Jahre von Forschern eines französischen Pharmaherstellers entwickelt worden, um abtreibungswilligen Frauen eine Alternative zu der chirurgisch durchgeführten vorgeburtlichen Kindstötung zu ermöglichen. Der Grund: Eine fehlerhaft durchgeführte chirurgische Abtreibung kann eine bleibende körperliche Schädigung der Gebärmutter nach sich ziehen.

    Würzburg (DT/reh) Die Zulassung der Abtreibungspille Mifegyne, vormals RU 486, die in Deutschland derzeit bis zum 49. Tag nach Beginn der letzten Monatsblutung eingesetzt werden darf, wird europaweit vereinheitlicht. Ab 1. Juli soll das Präparat auch in Deutschland zum Zweck einer vorgeburtlichen Kindstötung bis zum 63. Tag eingesetzt werden können. Die Abtreibungspille war Anfang der achtziger Jahre von Forschern eines französischen Pharmaherstellers entwickelt worden, um abtreibungswilligen Frauen eine Alternative zu der chirurgisch durchgeführten vorgeburtlichen Kindstötung zu ermöglichen. Der Grund: Eine fehlerhaft durchgeführte chirurgische Abtreibung kann eine bleibende körperliche Schädigung der Gebärmutter nach sich ziehen.

    Auch die Einnahme von Mifegyne ist alles andere als ungefährlich. Seit der Zulassung der Abtreibungspille in Großbritannien 1991 wurden laut Angaben des „Life Issues Institutes“ in Cincinnati im US-Bundesstaat Ohio weltweit 13 Fälle dokumentiert, in denen Frauen die Einnahme der Abtreibungspille mit dem Leben bezahlten. Wie die Vorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA), Claudia Kaminski, selbst Ärztin, der „Tagespost“ sagte, verursacht die Abtreibungspille „sehr häufig starke Blutungen und Uteruskrämpfe“, die häufig zu Infektionen führten. Würden diese nicht rechtzeitig erkannt, könnten sie einen „toxischen Schock“ verursachen, der auch zum Tod führen kann. Die Ausweitung der Zulassung ermöglicht es abtreibungswilligen Frauen nun bis zur 9. Woche, zwei Wochen länger als bisher, auf die chemische Tötungsvariante zurückzugreifen. Zu diesem Zeitpunkt seien, so Kaminski, „das Zentralnervensystem des Embryos bereits ausgebildet und alle Organe vorhanden. Das Kind kann schon Arme und Beine bewegen, besitzt einen unverwechselbaren Fingerabdruck und sogar das Immunsystem funktioniert.“

    Mifegyne, das seit 1999 auch in Deutschland erhältlich ist, enthält das Antigestagen Mifepriston, welches das schwangerschaftserhaltende Hormon Progesteron von den Progesteron-Rezeptoren verdrängt. Die Folge: „Die lebenserhaltende Funktion der Gebärmutter und der Nabelschnur werden aufgehoben, das Kind von Sauerstoff und Nahrung abgeschnitten. Bis der Tod eintritt, können zwei Tage vergehen“, so Kaminski.

    Im Zuge der erweiterten europaeinheitlichen Zulassung werden auf Anordnung der EU-Kommission auch die Texte für die künftige Etikettierung der Packung und des Beipackzettels verändert und mit „zusätzlichen Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen“ versehen. Dabei wird künftig unter anderem darauf hingewiesen, dass das Verfahren „nicht zu 100 Prozent wirksam sei“ und auch „ein chirurgischer Eingriff erforderlich“ sein könne, um „die Behandlung abzuschließen“.

    Laut einer in der Fachzeitschrift „Annals of Pharmacotherapy“ publizierten Studie, für welche die Autoren die Datenbank der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA auswerteten, wiesen 23 Prozent der Kinder, die eine Abtreibung mit Mifegyne überlebten, schwere Missbildungen auf. Die Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL) nannte es „eine Unverschämtheit, dass das Präparat Mifegyne, das keinerlei heilende Wirkung besitzt, nach wie vor als Medikament bezeichnet wird. „Das ist ein Tötungsmittel und nichts anderes“, so Löhr im Gespräch mit dieser Zeitung.