• aktualisiert:

    Maduro siegt in Venezuela

    Caracas (DT/dpa) Venezuelas Wahlsieger Nicolás Maduro will dem sozialistischen Kurs seines Vorgängers Hugo Chávez treu bleiben. „Heute können wir sagen, dass wir einen legalen, verfassungsmäßigen Sieg (errungen) haben“, sagte der langjährige Weggefährte des im März an Krebs gestorbenen „Comandante“ nach seinem äußerst knappen Wahlsieg am Sonntag. Die Opposition erlitt ihre dritte Wahlniederlage innerhalb von sechs Monaten. Ihr Kandidat Henrique Capriles Radonski sprach von Wahlbetrug und erkannte das Ergebnis nicht an.

    Caracas (DT/dpa) Venezuelas Wahlsieger Nicolás Maduro will dem sozialistischen Kurs seines Vorgängers Hugo Chávez treu bleiben. „Heute können wir sagen, dass wir einen legalen, verfassungsmäßigen Sieg (errungen) haben“, sagte der langjährige Weggefährte des im März an Krebs gestorbenen „Comandante“ nach seinem äußerst knappen Wahlsieg am Sonntag. Die Opposition erlitt ihre dritte Wahlniederlage innerhalb von sechs Monaten. Ihr Kandidat Henrique Capriles Radonski sprach von Wahlbetrug und erkannte das Ergebnis nicht an.

    Nach Angaben der Wahlbehörde CNE kam Maduro nach Auszählung von mehr als 99 Prozent der Stimmen auf 50,66 Prozent. Für Capriles stimmten 49,07 Prozent. Zum Machtwechsel fehlten ihm nur rund 235 000 Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 78,71 Prozent. Der Gouverneur von Miranda war bei der Wahl im Oktober 2012 gegen Chávez bereits auf starke 44 Prozent gekommen. Er musste sich aber dem damaligen Amtsinhaber geschlagen geben. Umfragen hatten vor der Wahl am Sonntag Maduro einen klaren Vorsprung von bis zu 20 Prozentpunkten attestiert.

    Der Sozialist Maduro war einer der engsten Weggefährten von Chávez. Von 2006 bis 2012 war er Außenminister, dann Vize-Präsident und nach dem Tod von Chávez Interimspräsident. Der Gewerkschafter und frühere Busfahrer tritt ein schwieriges Erbe an. Zwar gehört Venezuela weltweit zu den Ländern mit den größten Erdölreserven. Doch hat das Land auch mit einer hohen Inflationsrate von über 20 Prozent und einer zum Teil maroden Infrastruktur zu kämpfen.

    Venezuelas Opposition erkannte den Regierungssieg nicht an. Capriles forderte eine umfassende Überprüfung des Wahlergebnisses und eine erneute Auszählung aller Stimmen. Es gebe zudem 3 000 Meldungen über Unregelmäßigkeiten bei der Wahl. „Ich paktiere weder mit der Lüge noch mit der Korruption“, sagte der 40-Jährige in der Nacht zum Montag.

    Tausende Maduro-Anhänger strömten nach der Verkündung des Wahlergebnisses am späten Sonntagabend (Ortszeit) zum Präsidentenpalast Miraflores. Sie riefen: „Dieser Sieg ist von Chávez und für Chávez.“ Ein Feuerwerk begleitete die Feierlichkeiten.