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    Libanon: Ruf nach Einheit

    Beirut (DT/KNA) Den Schutz der nationalen Einheit haben im Libanon führende Vertreter der Religionsgemeinschaften gefordert. Bei einem interreligiösen Treffen am Sitz des maronitischen Patriarchen in Bkerke verurteilten sie laut libanesischen Medienberichten vom Montag die anhaltende Gewalt in Syrien und im Irak. Mit Blick auf den Libanon äußerten sie die Sorge, die aktuelle Lage in der Region könne auch ihr Land gefährden.

    Beirut (DT/KNA) Den Schutz der nationalen Einheit haben im Libanon führende Vertreter der Religionsgemeinschaften gefordert. Bei einem interreligiösen Treffen am Sitz des maronitischen Patriarchen in Bkerke verurteilten sie laut libanesischen Medienberichten vom Montag die anhaltende Gewalt in Syrien und im Irak. Mit Blick auf den Libanon äußerten sie die Sorge, die aktuelle Lage in der Region könne auch ihr Land gefährden.

    Aufgabe der Streitkräfte sei es, die Sicherheitsprobleme zu lösen. Der Staat müsse Quelle der Stärke für alle Libanesen sein, so die Religionsvertreter. Nur durch Dialog und nationale Verantwortung könne der Libanon den Gefahren durch die gegenwärtige politische Lage begegnen. Sie äußerten den Medien zufolge Bedauern über die politischen Spaltungen innerhalb des Landes und riefen die Bevölkerung zu Einheit in Vielfalt auf. Des weiteren kritisierten die Teilnehmer des Treffens eine anhaltende Unterdrückung der Palästinenser und Angriffe auf deren Leben, Besitz und religiöse Stätten.

    Die internationale Gemeinschaft riefen sie auf, die israelische Besatzung zu beenden und Palästina mit Jerusalem als Hauptstadt als Staat anzuerkennen. Zu den Teilnehmern des Dialogtreffens gehörten den Angaben zufolge der maronitische Patriarch Bechara Rai, hohe Vertreter der armenischen und der griechisch-orthodoxen Kirche, der Mufti des Landes, Scheich Mohammad Raschid Qabbani, der religiöse Führer der Drusen, Scheich El Aql Naim Hassan, sowie Vertreter der Schiiten und Alawiten. Papst Benedikt XVI. reist im September in den Libanon. Nach aktuellen Schätzungen bekennen sich etwa 40 Prozent der Bevölkerung zu einer christlichen Konfession. Im Gegensatz zu anderen Ländern des Nahen Ostens wird den Christen dort Glaubens- und Religionsfreiheit gewährt.