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    Leitartikel: Politik ohne Zukunft

    Der heftigste Widerstand kommt von der Linken – erwartungsgemäß – und aus der CDU – leider auch erwartungsgemäß. Selbst die FDP, einschließlich der familienpolitischen Sprecherin, zeigt sich kompromissbereit, so wie das in rebus publicis auch bei Fragen sein sollte, die nicht unmittelbar die Natur des Menschen betreffen. Das ist beim Betreuungsgeld der Fall. Zwar geht es auch hier um das Menschsein, aber die Lebensform der Familie und das Wohl des Kindes können auch auf andere Weise gerecht und sinnvoll unterstützt werden. Im Moment jedoch geschieht das nicht, das Betreuungsgeld ist, von seinem embryonalen Charakter abgesehen, daher ein kleiner Schritt in Richtung Gerechtigkeit und Wahlfreiheit für die Familie.

    LEITARTIKEL: Saubere Lösung: Neuwahlen
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    Der heftigste Widerstand kommt von der Linken – erwartungsgemäß – und aus der CDU – leider auch erwartungsgemäß. Selbst die FDP, einschließlich der familienpolitischen Sprecherin, zeigt sich kompromissbereit, so wie das in rebus publicis auch bei Fragen sein sollte, die nicht unmittelbar die Natur des Menschen betreffen. Das ist beim Betreuungsgeld der Fall. Zwar geht es auch hier um das Menschsein, aber die Lebensform der Familie und das Wohl des Kindes können auch auf andere Weise gerecht und sinnvoll unterstützt werden. Im Moment jedoch geschieht das nicht, das Betreuungsgeld ist, von seinem embryonalen Charakter abgesehen, daher ein kleiner Schritt in Richtung Gerechtigkeit und Wahlfreiheit für die Familie.

    Diesen Trippelschritt wollen die CDU-Frauen und die Linke nicht gehen. Da auch die SPD und die Grünen das Heil für die Familie nur in staatlicher Obhut sehen, kann man von einer Linksfront sprechen, das Wort Volksfront verbietet sich, weil das Volk hier andere Vorstellungen hat. Das trat auch gestern im Bundesrat zutage. Schon in der Tagesordnung wurde der Stellenwert deutlich, den diese Linksfront der Familie beimisst. Zunächst kam die Finanzkraft der Kommunen, wofür man noch Verständnis haben kann. Dann, irgendwann nach Kreislaufwirtschafts-und Abfallrecht und zwischen dem Haltungsverbot wildlebender Tiere im Zirkus und dem Tierschutzbericht 2011 stand das Betreuungsgeld für Kleinkinder auf der Agenda. Man sieht: Die Politik in Berlin ist reif für den Zirkus, die Familie kann sich bei ihr nicht gut aufgehoben fühlen.

    Das ist eine Frage der Vorstellungen vom Leben, der Ordnung des Denkens. An prinzipiellen und wissenschaftlichen Hinweisen fehlt es nicht. Man muss nicht immer auf die Worte der Päpste zurückgreifen, wiewohl sie, etwa in Laborem exercens, durchaus gemäßigt aber klar auf die Ordnung des Lebens hinweisen. Auch die Kirche in Deutschland spricht hier sanft, aber deutlich zur Sache. Der neue Familienbischof Tebartz-van Elst weist in diesem Sinn auf die „unabdingbare Verantwortung der Eltern für ihre Kinder“ und auf „eine ausreichend abgesicherte existenzielle Grundlage“ hin, die notwendig ist, um dieser Verantwortung „besonders in den ersten Jahren gerecht werden zu können“. Es ist ein vernünftiges Plädoyer für das Betreuungsgeld.

    Eine Politik allerdings, die sich an anderen Ordnungsbildern als der Natur des Menschen (Marxismus, Radikalfeminismus, et cetera) ausrichtet und konsequent wissenschaftliche Erkenntnisse ausblendet, zum Beispiel aus der Bindungsforschung, der Entwicklungspsychologie und der Neurologie, oder die sich nur nach den Trends der Zeit ausstreckt, für die gilt nicht mehr der Satz Guardinis „Aus dem Sein erwächst ein Sollen“, sondern die Maxime: Aus der Demoskopie erwächst ein Sollen für die Partei.

    Solch eine Politik ist wie das Blatt im Herbstwind. Auch wenn der Herbst so golden ist wie selten, das Blatt säuselt zu Boden und landet schließlich im Container der Geschichte. Ganz anders die Politik in Bayern. Die Sozialministerin des Freistaats, Christine Haderthauer (CSU), kämpft wild entschlossen um das Betreuungsgeld, mithin auch um Wohl des Kindes und der Familie. Da steht Politik in Einklang mit der Natur. Das hat Zukunft.