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    Kommentar: Wir sind Analphabeten

    „Wir sind Kirche“, jene Splittergruppe innerhalb der katholischen Kirche, die sich – in Verkennung tatsächlicher Größenverhältnisse – auch als „Kirchenvolksbewegung“ bezeichnet, ist für manche Überraschung gut. Da lobt die „katholische Reformbewegung“ doch den gleichnamigen Bericht der portugiesischen EU-Parlamentarierin Estrela, der vom Europäischen Parlament an die Ausschüsse zurückverwiesen wurde und dessen Inhalt nicht nur Lebensrechtler, sondern auch die Europäische Bischofskonferenz in Alarmbereitschaft versetzt hatte. In einer Presseaussendung „unterstützt“ „Wir sind Kirche“ nicht nur die „Zielsetzung“ des Estrela-Berichts, sondern spricht sich auch gegen die „irreführende Kampagne sogenannter Lebensschützer“ aus. Nicht nur, dass „Wir sind Kirche“ die Öffentlichkeit, die sie zu informieren beansprucht, mit keinem Wort davon in Kenntnis, worin die Irreführung der „Lebensschützer“ besteht. Die „Reformkatholiken“ beweisen gleich auch, dass sie den Bericht entweder nicht gelesen – oder falls doch – nicht verstanden haben können. Denn der fordert nicht weniger als die Erhebung eines vermeintlichen Rechts auf „reproduktive Gesundheit“, das auch das Recht auf einen Schwangerschaftsabbruch einschließt, in den Rang eines Menschenrechts. Mit ihm sollte – wie Kenner der Abtreibungs- und der Lebensrechtsszene wissen – der Erfolg der Initiative „Einer von uns“ neutralisiert werden und ein Gegengewicht zu den 1,5 Millionen Bürgern geschaffen werden, die den Stopp der Finanzierung Embryonen verbrauchender Forschungsprojekte sowie der Förderung von Abtreibungen in Entwicklungsländern fordern.

    „Wir sind Kirche“, jene Splittergruppe innerhalb der katholischen Kirche, die sich – in Verkennung tatsächlicher Größenverhältnisse – auch als „Kirchenvolksbewegung“ bezeichnet, ist für manche Überraschung gut. Da lobt die „katholische Reformbewegung“ doch den gleichnamigen Bericht der portugiesischen EU-Parlamentarierin Estrela, der vom Europäischen Parlament an die Ausschüsse zurückverwiesen wurde und dessen Inhalt nicht nur Lebensrechtler, sondern auch die Europäische Bischofskonferenz in Alarmbereitschaft versetzt hatte. In einer Presseaussendung „unterstützt“ „Wir sind Kirche“ nicht nur die „Zielsetzung“ des Estrela-Berichts, sondern spricht sich auch gegen die „irreführende Kampagne sogenannter Lebensschützer“ aus. Nicht nur, dass „Wir sind Kirche“ die Öffentlichkeit, die sie zu informieren beansprucht, mit keinem Wort davon in Kenntnis, worin die Irreführung der „Lebensschützer“ besteht. Die „Reformkatholiken“ beweisen gleich auch, dass sie den Bericht entweder nicht gelesen – oder falls doch – nicht verstanden haben können. Denn der fordert nicht weniger als die Erhebung eines vermeintlichen Rechts auf „reproduktive Gesundheit“, das auch das Recht auf einen Schwangerschaftsabbruch einschließt, in den Rang eines Menschenrechts. Mit ihm sollte – wie Kenner der Abtreibungs- und der Lebensrechtsszene wissen – der Erfolg der Initiative „Einer von uns“ neutralisiert werden und ein Gegengewicht zu den 1,5 Millionen Bürgern geschaffen werden, die den Stopp der Finanzierung Embryonen verbrauchender Forschungsprojekte sowie der Förderung von Abtreibungen in Entwicklungsländern fordern.

    Wenn aber, wie „Wir sind Kirche“ erklärt, „jeder Mensch“ ein „Recht auf Leben“ hat und es kein „Recht auf Abtreibung“ gibt, dann darf die Organisation nicht nur die Zielsetzung des Estreal-Berichts nicht unterstützen, dann kann auch die Schwangere nicht die „letzte Entscheidung“ darüber besitzen, ob „sie Mutter wird oder nicht“. Sie ist es ja und müsste das „Recht auf Leben“ respektieren. Also bitte: Erst lesen, dann denken und dann erklären.