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    Kommentar: Troika der SPD, Tragik der Union

    Wie sich die Bilder gleichen. Die SPD-Spitze präsentiert sich wieder als Troika. Das gab es schon mal, nur das Personal hat sich geändert. So wie jetzt Gabriel, Steinmeier und Steinbrück posieren, waren es weiland Lafontaine, Schröder und Scharping, die Seit' an Seit' schritten. Der Ausgang ist bekannt. Die Troika erwies sich als Fata Morgana der Machtbesoffenheit und wurde zur peinlich-tragischen Geschichte. Seitdem hat die SPD einige Vorsitzende verschlissen und massiv Prozente eingebüßt. Von der stolzen Volkspartei zum Juniorpartner in einer grün-roten Landesregierung, Erfolgsgeschichten sehen anders aus. Und doch: Die Chancen für die Genossen stehen nicht schlecht, bei der nächsten Wahl den Kanzler zu stellen. Das desolate Erscheinungsbild der Regierungskoalition zementiert die strukturelle linke Mehrheit im Land. Grün liegt im Trend. Den wird auch der schwarz-gelbe Atomausstieg nicht brechen. Wenig spricht bislang dafür, dass sich die Liberalen unter ihrem neuen Vorsitzenden berappeln. Und die Union hat unter Angela Merkel massiv Profil eingebüßt. Stammwähler laufen in Scharen davon. Das PID-Desaster wird die Entfremdung zwischen Partei und Teilen ihrer Kernklientel weiter beschleunigen. Eine Gesamtkonstellation also, in der selbst der Kandidat einer schwachen SPD Chancen auf das Kanzleramt hat. Wie muss es SPD-Chef Gabriel da wurmen, unter den Troikanern die schlechtesten Karten zu haben. Es wird ein „Stone“, hat der frühere Hamburger Bürgermeister Klaus von Dohnanyi (SPD) geäußert und damit die Gewichtsverteilung in der SPD-Spitze klar benannt. Der eine „Stone“, Steinmeier, war schon mal am Zug. Der andere, Steinbrück, hat – Troika-Theater hin oder her – die besten Aussichten, Angela Merkel herauszufordern.

    Wie sich die Bilder gleichen. Die SPD-Spitze präsentiert sich wieder als Troika. Das gab es schon mal, nur das Personal hat sich geändert. So wie jetzt Gabriel, Steinmeier und Steinbrück posieren, waren es weiland Lafontaine, Schröder und Scharping, die Seit' an Seit' schritten. Der Ausgang ist bekannt. Die Troika erwies sich als Fata Morgana der Machtbesoffenheit und wurde zur peinlich-tragischen Geschichte. Seitdem hat die SPD einige Vorsitzende verschlissen und massiv Prozente eingebüßt. Von der stolzen Volkspartei zum Juniorpartner in einer grün-roten Landesregierung, Erfolgsgeschichten sehen anders aus. Und doch: Die Chancen für die Genossen stehen nicht schlecht, bei der nächsten Wahl den Kanzler zu stellen. Das desolate Erscheinungsbild der Regierungskoalition zementiert die strukturelle linke Mehrheit im Land. Grün liegt im Trend. Den wird auch der schwarz-gelbe Atomausstieg nicht brechen. Wenig spricht bislang dafür, dass sich die Liberalen unter ihrem neuen Vorsitzenden berappeln. Und die Union hat unter Angela Merkel massiv Profil eingebüßt. Stammwähler laufen in Scharen davon. Das PID-Desaster wird die Entfremdung zwischen Partei und Teilen ihrer Kernklientel weiter beschleunigen. Eine Gesamtkonstellation also, in der selbst der Kandidat einer schwachen SPD Chancen auf das Kanzleramt hat. Wie muss es SPD-Chef Gabriel da wurmen, unter den Troikanern die schlechtesten Karten zu haben. Es wird ein „Stone“, hat der frühere Hamburger Bürgermeister Klaus von Dohnanyi (SPD) geäußert und damit die Gewichtsverteilung in der SPD-Spitze klar benannt. Der eine „Stone“, Steinmeier, war schon mal am Zug. Der andere, Steinbrück, hat – Troika-Theater hin oder her – die besten Aussichten, Angela Merkel herauszufordern.

    Merkel hat bereits signalisiert, 2013 wieder antreten zu wollen. Mancher in der Partei hat das als Drohung empfunden. Hier zeigt sich die Tragik von CDU/CSU: Außer Merkel ist da niemand mehr. Daraus allein auf die Stärke der CDU-Chefin zu schließen, greift zu kurz. Das ist ein Zeichen für die Schwäche einer ausgemerkelten Partei.