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    Kommentar: Ideologisches Gift, das wirkt

    Grün ist die Farbe der Stunde: Bündnis90/Die Grünen befindet sich im politischen Höhenflug. Von der Protestbewegung zur Volkspartei, das scheint nach den jüngsten Wahlen keine Utopie mehr. Bis weit ins bürgerliche Lager hinein haben die Grünen Stimmen gesammelt, bestätigen Parteienforscher. Ob Fukushima oder Gurken-Seuche: Sämtliche Aufreger-Themen spielen derzeit irgendwie den Grünen in die Hände. Dass man auf dem evangelischen Kirchentag dieser Tage grüne Tücher trägt, mag Zufall sein, illustriert aber passend den Trend zum grünen Zeitgeist. Die Tragik am grünen Trubel ist, dass er die Sinne benebelt. Wer würde bestreiten, dass es grüne Politiker gibt, die nicht nur in bioethischen Fragen ein lobenswertes Engagement zeigen, von dem sich mancher Unionschrist eine Scheibe abschneiden kann? Nur darf das nicht den Blick für die ideologischen Flügel der Partei trüben. Wer verkennt, wie weite Teile der Grünen am gesellschaftspolitischen Umsturz arbeiten, den hat deren ökologisches Gutmenschengesumse schon ziemlich eingeschläfert. Die Kampflinie verläuft dabei nicht über die Energiepolitik, sondern über die Familie.

    Grün ist die Farbe der Stunde: Bündnis90/Die Grünen befindet sich im politischen Höhenflug. Von der Protestbewegung zur Volkspartei, das scheint nach den jüngsten Wahlen keine Utopie mehr. Bis weit ins bürgerliche Lager hinein haben die Grünen Stimmen gesammelt, bestätigen Parteienforscher. Ob Fukushima oder Gurken-Seuche: Sämtliche Aufreger-Themen spielen derzeit irgendwie den Grünen in die Hände. Dass man auf dem evangelischen Kirchentag dieser Tage grüne Tücher trägt, mag Zufall sein, illustriert aber passend den Trend zum grünen Zeitgeist. Die Tragik am grünen Trubel ist, dass er die Sinne benebelt. Wer würde bestreiten, dass es grüne Politiker gibt, die nicht nur in bioethischen Fragen ein lobenswertes Engagement zeigen, von dem sich mancher Unionschrist eine Scheibe abschneiden kann? Nur darf das nicht den Blick für die ideologischen Flügel der Partei trüben. Wer verkennt, wie weite Teile der Grünen am gesellschaftspolitischen Umsturz arbeiten, den hat deren ökologisches Gutmenschengesumse schon ziemlich eingeschläfert. Die Kampflinie verläuft dabei nicht über die Energiepolitik, sondern über die Familie.

    Konkretes Beispiel: Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen will das Adoptionsrecht für Homopaare an das für Eheleute angleichen. Zu diesem Zweck hat die Fraktion einen Gesetzentwurf vorgelegt. Am Montag findet dazu in Berlin eine öffentliche Experten-Anhörung statt. Tübingens grüner(!) Oberbürgermeister Boris Palmer hat sich jüngst kritisch zu solchen Plänen seiner Partei geäußert. Die Folge: Er hat böse Prügel aus den eigenen Reihen bekommen. Er mache Politik gegen Schwule und Lesben, hieß es. Ein klares Indiz: Die ideologische Keule verschont auch die eigenen Leute nicht. Die Familie ist die Keimzelle der Gesellschaft. Wer sie zerstört, ruiniert das Fundament unserer Gesellschaft. Ein Gesetz, das Homopaaren volles Adoptionsrecht ermöglicht, ist pures ideologisches Gift. Wirkt das schon? Zumindest merkwürdig, dass man sich derzeit nur über Gurken und Atom ereifert.