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    Kommentar: Die Original- Familie retten

    Das Bundesverfassungsgericht hat über eine stärkere Gleichbehandlung von Homosexuellen mit Ehepaaren bei der Adoption verhandelt. Konkret ging es um die Erweiterung der sogenannten Stiefkindadoption. Sukzessivadoption nennt sich das. Die Entscheidung wird in einigen Wochen erwartet. Überraschen dürfte sie kaum. Auch wie es weitergeht, ist vorgezeichnet. Das Urteil wird als weiterer Schritt in Richtung völlige Gleichstellung mit der Ehe gedeutet, der Druck weiter erhöht, der politische Widerstand bröckelt. Spätestens unter einer rot-grünen Bundesregierung tritt dann neben die Original-Familie die Homo-„Familie“, mit zwei Vätern oder zwei Müttern. Da man die Natur nicht wegen Diskriminierung verklagen kann, wird der Kinderwunsch dann über Adoption, Samenbanken, künstliche Befruchtung oder Leihmütter erfüllt. Was die widernatürliche Kopie der Original-Familie für das Kindeswohl bedeutet, liegt auf der Hand. Wie das auf die Dauer die Grundkoordinaten einer Gesellschaft verschiebt, ebenfalls. Das interessiert aber immer weniger. Seriösen Studien wird mittels ideologisch eingefärbten Auftragswerken die Wirksamkeit entzogen. Studie gegen Studie. Fertig.

    Markus Reder. Foto: DT

    Das Bundesverfassungsgericht hat über eine stärkere Gleichbehandlung von Homosexuellen mit Ehepaaren bei der Adoption verhandelt. Konkret ging es um die Erweiterung der sogenannten Stiefkindadoption. Sukzessivadoption nennt sich das. Die Entscheidung wird in einigen Wochen erwartet. Überraschen dürfte sie kaum. Auch wie es weitergeht, ist vorgezeichnet. Das Urteil wird als weiterer Schritt in Richtung völlige Gleichstellung mit der Ehe gedeutet, der Druck weiter erhöht, der politische Widerstand bröckelt. Spätestens unter einer rot-grünen Bundesregierung tritt dann neben die Original-Familie die Homo-„Familie“, mit zwei Vätern oder zwei Müttern. Da man die Natur nicht wegen Diskriminierung verklagen kann, wird der Kinderwunsch dann über Adoption, Samenbanken, künstliche Befruchtung oder Leihmütter erfüllt. Was die widernatürliche Kopie der Original-Familie für das Kindeswohl bedeutet, liegt auf der Hand. Wie das auf die Dauer die Grundkoordinaten einer Gesellschaft verschiebt, ebenfalls. Das interessiert aber immer weniger. Seriösen Studien wird mittels ideologisch eingefärbten Auftragswerken die Wirksamkeit entzogen. Studie gegen Studie. Fertig.

    Schon jetzt gerät unter Druck, wer nur die christliche Anthropologie vertritt. Es reicht, die Bedeutung von Ehe und Familie zu betonen und gegen andere Modelle zu verteidigen, schon schnappt die Diskriminierungsfalle zu. Papst Benedikt XVI. hat in seiner Botschaft zum Weltfriedenstag 2013 (DT vom 18. Januar) die Bedeutung der Ehe von Mann und Frau hervorgehoben und sich gegen Bestrebungen gewandt, „sie rechtlich gleichzustellen mit radikal anderen Formen der Verbindung, die in Wirklichkeit die Ehe beschädigen und zu ihrer Destabilisierung beitragen, indem sie ihren besonderen Charakter und ihre unersetzliche gesellschaftliche Rolle verdunkeln“. Volker Beck (Grüne) warf ihm daraufhin „menschenverachtende Ausfälle“ vor. Die Masche ist immer die gleiche: Wer seine Zustimmung verweigert, dem wird Diskriminierung unterstellt. Die Wahrheit ist eine andere: Die Kirche ist gegen die Diskriminierung Homosexueller, aber sie verteidigt entschieden das christliche Menschenbild, weil es die Grundlage stabilen Friedens ist – innerhalb einer Gesellschaft und weltweit.